matschig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungmat-schig (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich
1.
breiig
Beispiele:
matschige Tomaten, Kartoffeln, Birnen
Er gießt frische Salzlake auf die Sauergurken und sortiert die matschigen aus [StrittmatterOchsenkutscher85]
2.
mit Matsch bedeckt, schlüpfrig
Beispiele:
die Fahrbahn war heute sehr matschig
die Waldwege waren um diese Jahreszeit so matschig, dass ich ausrutschte
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

matschen · Matsch · matschig
matschen Vb. ‘mit Wasser planschen, in dickflüssigem Brei herumrühren’, wie ↗manschen (s. d.) lautnachahmende Bildung, die das beim Planschen entstehende Geräusch wiederzugeben sucht; als in den Mundarten verbreitetes Wort seit dem 18. Jh. nachgewiesen, aber mit Sicherheit älter. Matsch m. ‘weicher, dickflüssiger (Schmutz)brei, nasser, tauender Schneebrei’ (18. Jh.), wohl Rückbildung aus dem Verb. matschig Adj. ‘breiig, überreif (von Obst), schmutzig, schlammig’ von tauendem Schnee, Straßenschmutz, (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
breiig · matschig · ↗pastös · ↗weich  ●  hochviskos  fachspr. · ↗viskos  fachspr.
Synonymgruppe
matschig · ↗morastig · ↗schlammig · ↗sumpfig
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Acker Boden Brötchen Erde Feldweg Frucht Gelände Geläuf Gras Kartoffel Masse Parkplatz Pfad Pfütze Rasen Schnee Sound Straße Tomate Untergrund Waldweg Weg Wiese bald braun nass uneben weich ziemlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›matschig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Denn matschig war es in den letzten zehn Jahren dort immer mal wieder.
Bild, 24.05.2003
Es ist früher Nachmittag, Winter, matschig, grau, nicht warm, nicht kalt.
Die Welt, 24.03.2001
Du, ich habe, wenn Du das siehst, Du wirst matschig.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 02.03.1944, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Wir scharrten mit den Füßen den matschigen Schnee von den gelben Blättern am Boden.
Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1928], S. 196
Ich sichtete Literatur zum neuen Forschungsgebiet, stets begleitet vom Blick in den ausgehenden matschigen Winter hinter den Fenstern des Instituts.
Woelk, Ulrich: Freigang. Verlag S. Fischer, Frankfurt 1990, S. 58
Zitationshilfe
„matschig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/matschig>, abgerufen am 24.10.2019.

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