markig

GrammatikAdjektiv
Worttrennungmar-kig (computergeneriert)
Wortbildung mit ›markig‹ als Erstglied: ↗Markigkeit
eWDG, 1974

Bedeutung

kernig, kraftvoll
Beispiele:
eine markige Gestalt
markige Züge, Arme, Schultern
er zeichnete mit markigem Bleistift
mit markiger Stimme sprechen
seine Schrift, Rede war markig
Ich hatte die beiden Sachen mit großer Schilffeder ... gezeichnet und markig schraffiert [G. KellerGr. Heinrich4,500]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mark3 · markig
Mark3 n. ‘das innerste Gewebe eines Organs oder eines pflanzlichen Teils, das Innere’, ahd. marg (9. Jh.), mhd. marc, march, asächs. marg, mnd. march, mnl. maerch, march, me(e)rch, nl. merg, afries. merg, aengl. mærh, mærg, (westsächs.) mearh, mearg, engl. marrow, anord. mergr, schwed. märg (germ. *mazga-) führen mit aind. majjā́ ‘Mark (des Knochens, der Pflanze)’, awest. mazga- ‘Mark, Gehirn’, aslaw. mozgъ, russ. mozg (мозг) ‘Gehirn’ auf ie. *mezg- (oder *mesgh-?) ‘stricken, knüpfen’, substantivisch (mit o-Stufe) ‘Knoten, Schlinge’ sowie ‘Mark, Hirn’ (s. ↗Masche). Vgl. durch Mark und Bein (‘durch Mark und Knochen’, d. h. ‘durch und durch’) gehen (17. Jh.). S. auch ↗ausmergeln. markig Adj. ‘kernig, kraftvoll’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
kernig · ↗kraftvoll · ↗kräftig · markig · nicht zimperlich · ↗plakativ · ↗prägnant
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ankündigung Auftreten Ausspruch Bekundung Drohung Durchhalteparole Formulierung Kanzlerwort Kerl Kernsatz Kinn Parole Rede Rhetorik Satz Schlußsatz Schlußwort Sentenz Slogan Spruch Thesis Ton Versprechen Versprechung Werbespruch Wort Zitat gewohnt klingend Überschrift

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›markig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und die Führung der Société Générale lässt es an markigen Worten nicht fehlen.
Die Zeit, 22.10.2012, Nr. 43
Der Ire fiel lediglich vor dem Spiel mit markigen Worten auf, auf dem Platz blieb er anonym.
Süddeutsche Zeitung, 25.04.2003
In den kurzen markigen Worten des Generalquartiermeisters stand jedes Ereignis wie gemeißelt da.
Braun, Lily: Lebenssucher. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1915], S. 2948
Mit dieser markigen Startformel von Problemlösungsprozessen artikuliert sich zwar ein Wille, aber weder Richtung noch Instrumentarium.
Hauschildt, Jürgen: Entscheidungsziele, Tübingen: Mohr 1977, S. 110
Das markige Vokabular weckt Zweifel an der Fairness der von der Innerlichkeit arrangierten und ausgefochtenen Ringkämpfe.
Adorno, Theodor W.: Minima Moralia, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1971 [1951], S. 166
Zitationshilfe
„markig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/markig>, abgerufen am 19.06.2019.

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