machtvoll

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungmacht-voll (computergeneriert)
WortzerlegungMacht-voll
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
mit Entfaltung, Einsatz großer Macht (geschehend, handelnd)
2.
kräftig, wuchtig
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Macht · Machthaber · Machtwort · machtvoll · Seemacht
Macht f. ‘Vermögen, Herrschaft, Gewalt, Kraft, Stärke’, ahd. maht ‘Vermögen, Körperkraft, Anstrengung, Gewalt, Vollmacht, Menge, Fülle’ (8. Jh.), auch ‘männliche Genitalien’ (9./10. Jh., neben den Kollektivbildungen ahd. gimaht, mhd. gemaht, nhd. Gemächt), mhd. maht, asächs. maht, mnd. mnl. macht, afries. mecht, macht, aengl. miht, engl. might, got. mahts (germ. *mahti-) ist ein mit ti-Suffix gebildetes Abstraktum (i-Stamm) zu den unter ↗mögen (s. d.) genannten Verbformen; vgl. dazu (mit tu-Suffix) anord. māttr m. ‘Macht, Kraft, Gesundheit’. Machthaber m. ‘Gewaltausübender, Diktator’ (16. Jh.). Machtwort n. ‘befehlende, eine Entscheidung herbeiführende Rede’ (16. Jh.). machtvoll Adj. ‘mächtig, kräftig’ (18. Jh.). Seemacht f. ‘Staat mit großer Flotte, bedeutenden Seestreitkräften’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
bärenstark · ↗kraftstrotzend · ↗kraftvoll · ↗kräftig · ↗kämpferisch · machtvoll  ●  ↗(körperlich) stark  Hauptform · Bärenkräfte haben  fig.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abschreckung Akteur Apparat Aufstieg Auftreten Demo Demonstration Durchsetzung Faktor Gegenbewegung Gegengewicht Geste Herrscher Institution Instrument Klang Kundgebung Lobby Manifestation Persönlichkeit Plädoyer Position Präsenz Strömung Symbol Tabu Triebkraft Werkzeug artikulieren derart

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›machtvoll‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die republikanische Idee hatte in Frankreich die Funktion einer machtvollen zivilen Religion.
Die Welt, 20.12.2005
Sie ist machtvoll, nicht nur im Sinne ihrer Wirkung auf uns.
Die Zeit, 13.11.1959, Nr. 46
Durch diese Erfolge stand das Reich auch nach außen machtvoll da.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. II,2. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1893], S. 25710
Wir erzählen die ruhmreiche Geschichte dieses einst machtvollen Reiches und gehen auf die Gründe für den heutigen Niedergang ein.
Schwanitz, Dietrich: Männer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 12
Wer die Macht in Wahlkämpfen errungen hat, muss sie ausüben, gegebenenfalls durch schwere, machtvolle Entscheidungen.
Weizsäcker, Richard von: Dreimal Stunde Null? 1949 1969 1989, Berlin: Siedler Verlag 2001, S. 126
Zitationshilfe
„machtvoll“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/machtvoll>, abgerufen am 21.04.2019.

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