loyal

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennunglo-yal (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›loyal‹ als Letztglied: ↗illoyal
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
die Gesetze, Verfassung, Regierungsform des Staates respektierend, zur Regierung stehend
Gegenwort zu illoyal
Beispiele:
eine loyale Haltung, Gesinnung gegenüber dem Dienstherrn einnehmen
sich absolut, streng loyal verhalten
ein loyaler Staatsbürger
die vorgesetzte Behörde und deren Anordnungen respektierend
Beispiel:
ein loyaler Mitarbeiter, Beamter
2.
Vereinbarungen haltend, vertragstreu
Beispiele:
ein Abkommen, einen Vertrag loyal einhalten, erfüllen
ein loyaler Vertragspartner
3.
die Interessen (und Verdienste) der Gegenseite achtend
Beispiele:
zu loyaler Zusammenarbeit bereit sein
auch spricht er sehr loyal von seinen Gegnern [KlepperSchatten758]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

loyal · Loyalität
loyal Adj. ‘Regierung, Gesetze, höhere Instanzen respektierend’, auch ‘Vereinbarungen haltend’, Übernahme (Ende 18. Jh.) von gleichbed. frz. loyal, auch ‘den Gesetzen entsprechend’, über afrz. loial, leial auf lat. lēgālis ‘die Gesetze betreffend, den Gesetzen gemäß’ (zu lat. lēx, Genitiv lēgis ‘Gesetz’, s. ↗legal) zurückgehend. Loyalität f. latinisierende Substantivbildung (19. Jh.) zu loyal; vgl. gleichbed. frz. loyauté.

Thesaurus

Synonymgruppe
ergeben · ↗getreu · loyal · ↗sicher · ↗treu · ↗treu ergeben · treugesinnt · ↗treulich · ↗vertrauenswürdig · ↗zuverlässig
Assoziationen
Antonyme

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anhängerschaft DDR-Bürger Diener Dissidentin Gefolgsleute Gefolgsmann Mitarbeit Mitstreiter Parteigänger Parteisoldat Staatsbürger Staatsdiener Statthalter Untertan Verbündeter Weggefährte aufrichtig ergeben fleißig integer kompetent pflichtbewußt stets treu verhalten vertrauensvoll vertrauenswürdig zuarbeiten zuverlässig überaus

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›loyal‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich gehöre aber zu denen, die gerne streiten, sich aber nach der Entscheidung loyal verhalten.
Süddeutsche Zeitung, 25.09.2004
Könnt ihr, ohne unter meiner direkten Kontrolle zu stehen, loyale Untertanen sein?
Moers, Walter: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 1014
Zum einen waren sie in ihrer Geschichte immer loyal gegenüber dem Land, in das sie ausgewandert waren.
Der Tagesspiegel, 04.01.1998
Bei den meisten trug jedoch die loyale Einstellung der katholischen Kirche gegenüber den Sieg davon.
o. A.: Die Kirche in der Gegenwart. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1971], S. 4538
Die Welt bekomme es mit einer nicht immer bequemen, aber loyalen Regierung zu tun.
Brandt, Willy: Erinnerungen, Berlin: Ullstein 1997 [1989], S. 230
Zitationshilfe
„loyal“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/loyal>, abgerufen am 17.10.2019.

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