larmoyant

GrammatikAdjektiv
Worttrennunglar-mo-yant
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1969

Bedeutung

weinerlich
Beispiele:
sie sagte es in einem larmoyantem Ton
ein larmoyantes (= rührseliges) Lied, Theaterstück
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

larmoyant Adj. ‘weinerlich, rührselig’, Entlehnung (18. Jh.) von frz. larmoyant ‘zu Tränen rührend’, dem adjektivisch gebrauchten Part. Präs. von frz. larmoyer ‘bitterlich weinen, jammern’, gebildet zu frz. larme ‘Träne’, aus lat. lacrima.

Thesaurus

Synonymgruppe
selbstmitleidig · tränenvoll · voller Selbstmitleid · ↗weinerlich · ↗überempfindlich · ↗übersensibel  ●  ↗wehleidig  abwertend · larmoyant  geh. · nah am Wasser gebaut (haben)  ugs., fig. · ↗tränenselig  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
gefühlig · gefühlsbesoffen · ↗gekünstelt · im Überschwang der Gefühle · ↗kitschig · larmoyant · ↗melodramatisch · mit reichlich Herz und Schmerz · rührstückhaft · ↗schmalzig · ↗seelenvoll · ↗sentimental · ↗theatralisch · ↗tränenselig  ●  ↗gefühlsbetont  Hauptform · ↗gefühlsduselig  ugs. · mit Pipi inne Augen  ugs., ruhrdt.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gerede Klage Ossi Pathos Ton Tonfall Unterton beklagen klagen klingen manchmal nie niemals sentimental

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›larmoyant‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie bezeichnen die Äußerungen der Ärzteschaft (hier wohl ausschließlich der niedergelassenen Ärzte) als larmoyantes Jammern.
Süddeutsche Zeitung, 19.02.1994
Nachdem man so den Medien die Inhalte ausgetrieben hatte, konnte man larmoyant zanken über ästhetische Formen.
Die Zeit, 09.03.1979, Nr. 11
Sängerinnen ihrer Zeit beherrschte sie den larmoyanten Stil wahrscheinlich am vollkommensten.
Celletti, Rodolfo: Coltellini. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1973], S. 18936
Larmoyant, wehmütig, sentimental, humoristisch, alle diese Begriffe waren den Griechen und Römern noch fremd.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 26905
Als die larmoyant heisere Stimme seiner Haushälterin Agnes ihn weckte, riß er sich mit Willensanspannung und ungern gehorchenden Gliedern aus dem Bett.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 45
Zitationshilfe
„larmoyant“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/larmoyant>, abgerufen am 21.09.2019.

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