kungeln

Aussprache
Worttrennungkun-geln
Wortbildung mit ›kungeln‹ als Letztglied: ↗auskungeln
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

umgangssprachlich, abwertend etw. in geheimer Absprache entscheiden, abschließen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kungeln · Kungelei
kungeln Vb. ‘um des eigenen Vorteils willen miteinander heimlich absprechen’ (19. Jh.), älter kunkeln ‘Pläne, Ränke schmieden’ (17. Jh.), eigentlich ‘beim Spinnen, in der Spinnstube verabreden’ (s. ↗Kunkel). Kungelei f. ‘geheime Absprache, Günstlingswirtschaft, Kumpanei’ (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(etwas) auskungeln · Vetternwirtschaft betreiben · heimliche Absprachen treffen · ↗klüngeln · kungeln · unlautere Geschäfte machen  ●  ausdealen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
mogeln · ↗schummeln · ↗schwindeln · ↗tricksen · ↗täuschen  ●  Schmu machen  ugs. · kungeln  ugs., regional · ↗mauscheln  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Hinterzimmer Kommunist Kulisse Post auskungeln mauscheln miteinander

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kungeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wieder anderen ist es schlicht egal, was da gekungelt wird zwischen Oben und Unten.
Die Zeit, 20.10.1989, Nr. 43
Man hat sie oft und beinahe immer miteinander munkeln und kungeln sehen.
Der Spiegel, 20.11.1995
Gerade wegen des öffentlichen Interesses wurde an der Öffentlichkeit vorbei gekungelt.
Süddeutsche Zeitung, 07.07.2003
Denn dass gekungelt werden muss, und zwar gegeneinander, das ist klar.
Der Tagesspiegel, 19.04.2000
In den fünfziger Jahren fing dieser Rechtsradikale an, mit den Kommunisten zu kungeln.
Die Welt, 25.09.2002
Zitationshilfe
„kungeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/kungeln>, abgerufen am 17.10.2019.

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