kregel

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungkre-gel (computergeneriert)
eWDG, 1969

Bedeutung

landschaftlich, (besonders) norddeutsch, (besonders) mitteldeutsch beweglich, munter, gesund
Beispiele:
er ist trotz seines Alters noch recht kregel
er war ihnen zu forsch und kregel [LeipBergung86]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kregel Adj. ‘körperlich und geistig beweglich, munter, lebhaft’, über nd. md. krēgel in die Literatursprache aufgenommen (19. Jh.). Herkunft unsicher. Vielleicht, bei eigenwilliger Bedeutungsentwicklung (ausgehend von ‘kampflustig’), mit mnd. krēgel ‘widerspenstig’, nl. kregel ‘reizbar, launisch’, nordfries. krigel ‘tapfer, tüchtig’ und mit ahd. widarkriegelīn ‘halsstarrig’ (9. Jh.), einkrieglīh ‘sehr zäh, langausdauernd, -anhaltend, halsstarrig’ (8. Jh.), mhd. einkriegec ‘widerspenstig, zänkisch’ zu verbinden mit ahd. krieg ‘Beharrlichkeit, Hartnäckigkeit, Rechthaberei’ (s. ↗Krieg).

Thesaurus

Synonymgruppe
aktiv · in Bewegung · ↗lebendig · ↗lebenskräftig · ↗lebhaft · ↗munter · ↗quicklebendig · ↗quirlig · rege · sanguin · ↗springlebendig · ↗tätig · ↗umtriebig · ↗vital  ●  kregel  regional · ↗wach  fig. · nicht kaputt zu kriegen  ugs. · ↗putzmunter  ugs. · ↗quietschlebendig  ugs. · ↗rührig  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(noch) unternehmungslustig · ↗agil · junggeblieben · ↗munter · ↗rüstig · ↗vital  ●  kregel  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die zeigt sich auf diesem Terrain schon bisher erstaunlich kregel.
Die Welt, 03.04.2000
Die amerikanischen Schreiber haben 245 Folgen verfaßt und waren am Ende immer noch kregel und ideenreich.
Die Zeit, 11.04.1975, Nr. 16
Dabei hat man ihn immer noch richtig kregel in Erinnerung.
Süddeutsche Zeitung, 04.10.2003
Nichtsdestoweniger ist sie unverändert kregel und widersteht mit Erfolg jedwedem Heilversuch.
Die Zeit, 15.06.1962, Nr. 24
Derart kregel sind Greise heutzutage, da kann der Experte den demographischen Faktor für die Rentenformel gleich noch mal neu berechnen.
Der Tagesspiegel, 29.10.2003
Zitationshilfe
„kregel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/kregel>, abgerufen am 17.08.2019.

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