kraulen

GrammatikVerb
Worttrennungkrau-len
eWDG, 1969

Bedeutung

jmdn., etw. mit den Fingerspitzen sanft kratzen, weich und liebkosend streicheln
Beispiele:
jmdm. das Kinn kraulen
den Hund hinter den Ohren, der Ziege das Fell kraulen
nachdenklich kraulte er seinen Bart
sie ließ sich gern von ihm in den Haaren kraulen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

krauen · kraulen1
krauen Vb. ‘mit gekrümmten Fingern leicht kratzend streicheln’ (besonders Tiere), ahd. krouwen (8. Jh.), krouwōn (11. Jh.), mhd. krouwen, krowen, kräwen ‘kratzen’, mnl. crauwen, crouwen, nl. krauwen sowie ahd. krewil, krouwil (um 1000), mhd. kröuwel, krewel, kreul, nhd. Kräuel ‘Haken, Kratze, Kralle’, asächs. krauwil, mnd. krouwel ‘Gabel mit krallenförmigen Zinken, Kralle’, nl. krauwel ‘krummer Nagel, Kralle’ führen auf ie. *greu-, *grū- ‘Zusammengekratztes’, eine Erweiterung der verbreiteten Wurzel ie. *ger- ‘drehen, winden’ (s. ↗kriechen, ↗Krücke, ↗Krume, ↗Krüppel). Dazu die Weiterbildung kraulen1 Vb. ‘sanft kratzend streicheln’, frühnhd. kraueln (15. Jh.).

kraulen2 Vb. ‘im Kraulstil schwimmen’, entlehnt (20. Jh.) aus gleichbed. engl. to crawl, eigentlich ‘kriechen, krabbeln’, mengl. crawle, das möglicherweise aus anord. krafla ‘kriechen, krabbeln’ stammt (s. ↗krabbeln).

Thesaurus

Synonymgruppe
Zärtlichkeiten austauschen · an die Brust drücken · ↗herzen · kraulen · ↗kuscheln · ↗liebkosen · ↗schmiegen · ↗schmusen · ↗streicheln · ↗tätscheln  ●  ei, ei machen  ugs. · ↗herumschmusen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bart Bauch Becken Fell Freistil Hals Herrchen Kater Katze Kinn Kinnbart Mähne Nacken Ohr Pelz Rücken Schwimmbecken Schwimmer Weltrekord atmen flüstern füttern knuddeln kraulen liebevoll los nachdenklich streicheln vorbei zärtlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kraulen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich kraulte los und schon nach 50 Metern war ich kaputt.
Der Tagesspiegel, 10.07.2004
Gestern schwamm sie los, als wollte sie diese sechs Jahre zurück kraulen.
Süddeutsche Zeitung, 19.09.2000
Ich kraule Cocos Hals, und er hebt gleich den Kopf so weit wie möglich, um meiner Hand freies Spiel zu lassen.
Beyer, Marcel: Flughunde, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1995 [1995], S. 19
Mit einer Hand kraulte er liebevoll in dem struppigen Fell.
Röhrig, Tilman: In dreihundert Jahren vielleicht, Würzburg: Arena 1984 [1983], S. 84
Während unseres ganzen Gesprächs kraulte er das Tier, das ab und zu leise schnurrte, hinter den Ohren.
Simmel, Johannes Mario: Der Stoff, aus dem die Träume sind, Güterlsoh: Bertelsmann u. a. [1973] [1971], S. 638
Zitationshilfe
„kraulen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/kraulen#1>, abgerufen am 21.10.2019.

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kraulen

GrammatikVerb · kraulte, ist/hat gekrault
Nebenform crawlen · Verb
Worttrennungkrau-len ● craw-len
Rechtschreibregeln§ 20 (2), § 32 (2)
Wortbildung mit ›kraulen‹ als Erstglied: ↗Crawlstil · ↗Krauler · ↗Kraulsprint · ↗Kraulstaffel · ↗Kraulstil
eWDG, 1969

Bedeutung

Schwimmen sehr schnell schwimmen, wobei die Arme abwechselnd kreisförmig von hinten über den Kopf nach vorn und unter Wasser wieder zurückgezogen werden und die Beine schlagartige Bewegungen ausführen
Beispiele:
der Sportler krault, hat gekrault, ist über den See gekrault
er trainiert das Kraulen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

krauen · kraulen1
krauen Vb. ‘mit gekrümmten Fingern leicht kratzend streicheln’ (besonders Tiere), ahd. krouwen (8. Jh.), krouwōn (11. Jh.), mhd. krouwen, krowen, kräwen ‘kratzen’, mnl. crauwen, crouwen, nl. krauwen sowie ahd. krewil, krouwil (um 1000), mhd. kröuwel, krewel, kreul, nhd. Kräuel ‘Haken, Kratze, Kralle’, asächs. krauwil, mnd. krouwel ‘Gabel mit krallenförmigen Zinken, Kralle’, nl. krauwel ‘krummer Nagel, Kralle’ führen auf ie. *greu-, *grū- ‘Zusammengekratztes’, eine Erweiterung der verbreiteten Wurzel ie. *ger- ‘drehen, winden’ (s. ↗kriechen, ↗Krücke, ↗Krume, ↗Krüppel). Dazu die Weiterbildung kraulen1 Vb. ‘sanft kratzend streicheln’, frühnhd. kraueln (15. Jh.).

kraulen2 Vb. ‘im Kraulstil schwimmen’, entlehnt (20. Jh.) aus gleichbed. engl. to crawl, eigentlich ‘kriechen, krabbeln’, mengl. crawle, das möglicherweise aus anord. krafla ‘kriechen, krabbeln’ stammt (s. ↗krabbeln).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bart Bauch Becken Fell Freistil Hals Herrchen Kater Katze Kinn Kinnbart Mähne Nacken Ohr Pelz Rücken Schwimmbecken Schwimmer Weltrekord atmen flüstern füttern knuddeln kraulen liebevoll los nachdenklich streicheln vorbei zärtlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kraulen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich kraulte los und schon nach 50 Metern war ich kaputt.
Der Tagesspiegel, 10.07.2004
Gestern schwamm sie los, als wollte sie diese sechs Jahre zurück kraulen.
Süddeutsche Zeitung, 19.09.2000
Ich kraule Cocos Hals, und er hebt gleich den Kopf so weit wie möglich, um meiner Hand freies Spiel zu lassen.
Beyer, Marcel: Flughunde, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1995 [1995], S. 19
Mit einer Hand kraulte er liebevoll in dem struppigen Fell.
Röhrig, Tilman: In dreihundert Jahren vielleicht, Würzburg: Arena 1984 [1983], S. 84
Während unseres ganzen Gesprächs kraulte er das Tier, das ab und zu leise schnurrte, hinter den Ohren.
Simmel, Johannes Mario: Der Stoff, aus dem die Träume sind, Güterlsoh: Bertelsmann u. a. [1973] [1971], S. 638
Zitationshilfe
„kraulen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/kraulen#2>, abgerufen am 21.10.2019.

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