krabbeln

GrammatikVerb · krabbelte, ist/hat gekrabbelt
Aussprache
Worttrennungkrab-beln
Wortbildung mit ›krabbeln‹ als Erstglied: ↗Krabbelalter · ↗Krabbelbassin · ↗Krabbelkind · ↗Krabbelkäfer · ↗Krabbelstube · ↗Krabbeltier · ↗Krabbelviech · ↗Krabbelwasser · ↗krabbelig · ↗krabblig
 ·  mit ›krabbeln‹ als Letztglied: ↗durchkrabbeln · ↗emporkrabbeln · ↗herankrabbeln · ↗heraufkrabbeln · ↗herauskrabbeln · ↗herumkrabbeln · ↗hinaufkrabbeln · ↗hinauskrabbeln · ↗hineinkrabbeln · ↗hinunterkrabbeln · ↗hochkrabbeln · ↗loskrabbeln · ↗umherkrabbeln
 ·  mit ›krabbeln‹ als Grundform: ↗Gekrabbel · ↗Krabbelei
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
mit Hilfsverb ›ist‹
mit lebhaften Bewegungen kriechen oder klettern
Beispiele:
Käfer krabbeln im Gras
das Kind fängt an zu krabbeln, krabbelt auf allen vieren durch das Zimmer
der Kleine ist schon wieder auf das Sofa gekrabbelt
ins Bett, aus dem Bett krabbeln
krabbelnde Ameisen, Kleinkinder
2.
mit Hilfsverb ›hat‹
umgangssprachlich jmdn. kitzeln
Beispiele:
der neue Pullover, das Tuch krabbelt (mich)
überall, am ganzen Körper krabbelte es ihn
er hat sie mit einem Grashalm an den Fußsohlen gekrabbelt
hör auf, mich zu krabbeln!
der Klassenlehrer ... krabbelte und zauste sich in seinem kurzen grauen Bart [G. HermannKubinke62]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

krabbeln Vb. ‘mit raschen Bewegungen kriechen, klettern, kitzeln, jucken’ setzt mnd. krabbeln fort, dem mnl. crabbelen, nl. krabbelen, im frühen Hd. dagegen spätmhd. krappeln entspricht. Das Verb ist als iterative l-Ableitung anzusehen, vgl. mnl. crabben, mnd. nl. krabben ‘kriechen, kratzen’. Einfachen Konsonantenstand zeigen frühnhd. krabelen und anord. krafla ‘kriechen, krabbeln’ (woraus vielleicht engl. to crawl, s. ↗kraulen), so daß die häufigere Doppelkonsonanz (wie auch bei ↗Krabbe, s. d.) als intensivierende Lautgebung aufgefaßt werden kann. Mit den verwandten ↗Krabbe und ↗Krebs (s. d.) schließt sich die Verbgruppe an den unter ↗kerben (s. d.) dargestellten Ansatz ie. *gerbh-, *grebh- ‘ritzen, kratzen, krabbeln’ an.

Thesaurus

Synonymgruppe
kitzeln · krabbeln · ↗kribbeln
Synonymgruppe
gleiten · krabbeln · ↗kriechen · ↗robben  ●  (die) tiefste Gangart  ugs., Jargon, militärisch, sarkastisch · (sich) auf allen Vieren (bewegen)  ugs. · ↗krauchen  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ameise Fensterbank Fliege Kakerlak Kakerlake Kleinkind Käfer Maikäfer Marienkäfer Skorpion Spinne Ungeziefer Viech Vieren Vogelspinne dahinkrabbeln empor entlang herauskrabbeln herumkrabbeln hervor hervorkrabbeln hinauf hinaufkrabbeln hoch kribbeln rum rumkrabbeln umher umherkrabbeln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›krabbeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sonst krabbelt unser Euro bald wieder in die andere Richtung - nach unten.
Bild, 20.06.2000
Aus einem Loch in der Erde krabbelt eine andere schmutzige Gestalt hervor.
C't, 1993, Nr. 11
Hoffentlich schafft sie es nicht, bis zu uns herein zu krabbeln.
Beyer, Marcel: Flughunde, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1995 [1995], S. 101
Sie krabbeln über Hose und Buch und fliegen auf das Ohr.
Brief von Franz Drathen vom 01.06.1917. In: Witkop, Philipp (Hg.), Kriegsbriefe gefallener Studenten, München: Müller 1928 [1917], S. 298
Aber jeden Tag kamen sie zu Hunderten über die Straße gekrabbelt, schnurstracks in ihren Gemüsegarten.
Dölling, Beate: Hör auf zu trommeln, Herz, Weinheim: Beltz & Gelberg 2003, S. 191
Zitationshilfe
„krabbeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/krabbeln>, abgerufen am 19.10.2019.

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