kokett

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungko-kett (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1969

Bedeutung

gefallsüchtig und selbstgefällig, darauf bedacht, auf andere zu wirken
Beispiele:
ein kokettes junges Mädchen
ihr kokettes Lächeln
sie hat kokette Augen
ihr kokettes Benehmen stößt viele ab
mit einer koketten Bewegung warf sie das Haar aus der Stirn
sie trug kokette rote Pantöffelchen
ihm gefiel diese Kokette
sie ist sehr kokett, sieht kokett aus
die Augen kokett niederschlagen
Dschemal ... versuchte aus dem amtlichen Wortlaut Envers koketten Tonfall herauszuhören [WerfelMusa Dagh397]
ein kleines Lorgnon kokett in der Hand, betritt der neue Autor die Pariser Salons [St. ZweigBalzac170]
übertragen
Beispiele:
das verborgene Grün [schimmert] durch den dunklen Hausflur so kokett auf die Gasse [G. KellerGr. Heinrich4, 26]
Ihr Zimmer war kokett möbliert [H. MannNovellen9,169]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kokett · Kokette · Koketterie · kokettieren · Kokotte
kokett Adj. ‘gefallsüchtig’, Entlehnung (17. Jh.) von gleichbed. frz. coquet, fem. coquette, das zu frz. coq ‘Hahn’ gebildet ist, also eigentlich ‘hahnenhaft, eitel wie ein Hahn’ bedeutet (s. auch ↗Kokarde). Früher (Anfang 17. Jh.) ist das entsprechende Substantiv Kokette f. ‘gefallsüchtige Frau’ bezeugt, frz. coquette. Weitere Entlehnungen (18. Jh.) sind Koketterie f. frz. coquetterie, und kokettieren Vb. frz. coqueter. Ebenfalls zu frz. coq ‘Hahn’ gehört die deminutive Ableitung frz. cocotte ‘Huhn, Hühnchen’, dann ‘artiges, galantes junges Mädchen’; auf dessen abschätzigem Gebrauch ‘gefallsüchtiges, leichtfertiges Mädchen’ beruht die Entlehnung Kokotte f. ‘(elegante) Dirne, Halbweltdame’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
aufreizend · ↗flott · ↗frech · ↗herausfordernd · ↗keck · ↗kess · kokett · ↗neckisch  ●  ↗fesch  ugs., süddt.
Assoziationen
Synonymgruppe
eitel · ↗gefallsüchtig · kokett · ↗narzisstisch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anspielung Attitüde Augenaufschlag Bescheidenheit Flirt Hüftschwung Lächeln Naivität Pose Puppe Schleife Understatement Untertitel Untertreibung Wimpernschlag albern charmant eitel flirten keck klingen lächeln lächelnd mitunter posieren selbstbewußt wackeln zupfen zuweilen zwinkern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kokett‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie sagt etwas, was sehr bescheiden ist, aber irgendwie schon kokett, zieht es dann aber wieder zurück.
Der Tagesspiegel, 03.08.2002
Das kokette Spiel zieht sich schon viel zu lange hin.
Bild, 01.12.2001
Er ist solide, sogar philiströs, am allerwenigsten kokett, hauptsächlich bescheiden.
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 4005
Aus diesen Beschränkungen entstanden Arien, die durch reiche Empfindungen sowie tiefen Ausdruck auffallen und eine lockere, fast kokette Atmosphäre schaffen.
Fath, Rolf: Werke - D. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 936
Und nachdem sie daran genippt hat, leckt sie sich, durchaus kokett, über die Oberlippe.
Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 189
Zitationshilfe
„kokett“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/kokett>, abgerufen am 20.07.2019.

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