knurrig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungknur-rig (computergeneriert)
Wortzerlegungknurren-ig
Wortbildung mit ›knurrig‹ als Erstglied: ↗Knurrigkeit
eWDG, 1969

Bedeutung

umgangssprachlich verdrießlich, mürrisch
Beispiele:
ein knurriger alter Mann
ein knurriges Gesicht
eine knurrige Antwort, Auskunft
etw. in knurrigem Ton sagen
Victor antwortete so knurrig, daß ich gleich wegging [RennKindheit135]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

knurren · knurrig · Knurrhahn
knurren Vb. ‘drohende Kehllaute ausstoßen’ (vom Hund), ‘kollernde Töne von sich geben’ (vom Magen), ‘mürrisch, unfreundlich, gereizt und undeutlich sprechen’. Das seit dem 16. Jh. bezeugte Verb ist wie ↗knarren, ↗knirschen (s. d.) lautmalenden Ursprungs. knurrig Adj. ‘murrend, mürrisch, verdrießlich’ (um 1800). Knurrhahn m. Name eines breitköpfigen Meeresfisches mit steifen Bruststacheln, der, sobald er an die Luft kommt, mit seinen Kiemendeckelknochen ein knurrendes Geräusch von sich gibt (Anfang 18. Jh.); übertragen ‘gutmütigbrummiger Mensch’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
bärbeißig · ↗grantig · ↗griesgrämig · knurrig · ↗launisch · ↗missgelaunt · ↗missgestimmt · ↗misslaunig · ↗missmutig · ↗missvergnügt · mit sich im Hader · mit sich und der Welt im Unreinen · ↗mürrisch · nicht zu Späßen aufgelegt · ↗unausstehlich · ↗unleidlich · ↗unwillig · ↗unwirsch · ↗unzufrieden · ↗verdrießlich · ↗verdrossen · ↗übellaunig  ●  ↗schlecht gelaunt  Hauptform · (Gesicht) wie sieben Tage Regenwetter  ugs. · (sich selbst) nicht leiden können  ugs., scherzhaft-ironisch, fig. · ↗brummig  ugs. · ↗dysphorisch  fachspr., medizinisch · ↗gereizt  ugs. · grummelig  ugs. · kann sich selbst nicht leiden  ugs. · ↗miesepetrig  ugs. · ↗muffelig  ugs. · ↗sauertöpfisch  ugs. · schlecht drauf  ugs. · schlechte Stimmung verbreitend  ugs. · ↗ungemütlich  ugs. · ↗ungenießbar  ugs. · ↗ungnädig  ugs., ironisch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Kommentar Kommissar knorrig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›knurrig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn ich nicht trainieren kann, bin ich manchmal ein knurriger Partner.
Bild, 06.04.2002
Sie nickt mit sehr schwerem Kopf, geduldig, darunter leicht knurrig.
Die Zeit, 23.10.1992, Nr. 44
Es gab also genug Gründe für die Spieler ärgerlich, für den Trainer knurrig und den Manager enttäuscht zu sein.
Süddeutsche Zeitung, 01.10.1999
Knurrig, mit gelangweiltem, hohlwangigem Kopf, ausgemergelt, in schlotterigen, langen Unterhosen stand er da, kläglich, trank, blinzelte seine Gefährtin an, schimpfte leise vor sich hin.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 207
Ein knurriges Abendgespräch in der Wärme der Felldecken vereint die drei Menschen in Frieden und Zuneigung.
Bauer, Josef Martin: So weit die Füße tragen, Frankfurt a.M: Fischer 1960 [1955], S. 52
Zitationshilfe
„knurrig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/knurrig>, abgerufen am 23.05.2019.

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