knochendürr

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungkno-chen-dürr
WortzerlegungKnochendürr
eWDG, 1969

Bedeutung

sehr dürr
Beispiel:
[er] streichelte gar ihre faltigen, knochendürren Finger [UhsePatrioten1,373]

Thesaurus

Synonymgruppe
knochendürr · ↗knochig
Medizin
Synonymgruppe
(stark) unterernährt · ↗(stark) untergewichtig · ↗Hungerleider · abgemagert · ↗abgemergelt · ↗abgezehrt · ↗ausgehungert · ausgemergelt · ausgezehrt · ↗hohlwangig · ↗magersüchtig  ●  (die) Rippen einzeln zählen können (bei jemandem)  ugs. · (nur noch ein) Schatten seiner selbst  ugs. · (nur noch) Haut und Knochen  ugs. · (wie ein) lebender Leichnam (aussehen/herumlaufen)  ugs. · (wie ein) wandelndes Gerippe  ugs. · (wie eine) Leiche auf Urlaub  ugs. · (wie eine) wandelnde Leiche  ugs. · (wie) sein eigener Schatten  ugs. · ↗eingefallen  ugs. · ↗halb verhungert  ugs. · ↗klapperdürr  ugs. · ↗klapprig  ugs. · knochendürr  ugs. · ↗marantisch  fachspr., medizinisch · ↗marastisch  fachspr., medizinisch · ↗morbid  geh. · ↗spindeldürr  ugs. · vom Fleisch gefallen  ugs.
Assoziationen
  • geisterhaft · ↗gespenstisch · ↗schemenhaft · ↗spukhaft
  • an Mangelernährung leidend · fehlernährt · mangelernährt · nicht genug zu essen bekommen · schlecht ernährt · ↗unterernährt · vom Fleisch gefallen sein · zu wenig zu essen bekommen  ●  (jemanden) bei schmaler Kost halten  geh., veraltet
  • (nur noch) ein Schatten seiner selbst sein · (sehr) krank aussehen · (wie) ein Häufchen Elend · schlecht aussehen  ●  (nur noch) ein wandelnder Leichnam sein  ugs. · aussehen wie eine lebende Leiche  ugs. · rumlaufen wie eine Leiche auf Urlaub  ugs.
  • dünn · dürr · ↗hager · ↗knochig · ↗mager · ↗schlaksig · ↗schmal · ↗schmächtig  ●  ↗untergewichtig  medizinisch · ↗dystroph  fachspr., griechisch · ↗leptosom  fachspr. · nichts auf den Rippen haben  ugs. · nichts zuzusetzen haben  ugs. · ↗spillerig  ugs., norddeutsch
  • Hungerkünstler  fig. · man kann alle Rippen (einzeln) zählen (bei)  variabel · nichts zwischen den Rippen haben  variabel · (an jemandem ist) nichts dran  ugs. · (ein) Haufen Knochen  ugs. · (ein) Strich in der Landschaft  ugs. · (ein) schmales Handtuch  ugs., regional · (ein) wandelndes Gerippe  ugs. · (nur noch) Haut und Knochen  ugs. · Hungerhaken  ugs. · ↗Klappergestell  ugs. · ↗Knochengestell  ugs., fig.
  • (sich) nichts zu essen kaufen können · arm sein  ●  (bei jemandem) ist Schmalhans Küchenmeister  ugs. · (den) Kitt aus den Fenstern fressen (müssen)  derb, fig. · am Hungertuch nagen  ugs. · nichts zu beißen haben  ugs.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Paddy, der Herr des Hauses, knochendürr, steckt in einem verschossenen blauen Overall.
Süddeutsche Zeitung, 20.11.2001
Die knochendürre Hexe lädt die Kinder zum Nachtmahl in die Satansküche ein.
Die Zeit, 24.03.1989, Nr. 13
Zwar kennt heute jeder die Befreiungsfotos der knochendürren Gestalten mit den geschorenen Schädeln und den eingesunkenen Gesichtern.
Die Zeit, 10.12.2007, Nr. 50
Das Dekolleté enthüllte die knochendürre Brust mit den hervorspießenden Schlüsselbeinen.
Apitz, Bruno: Nackt unter Wölfen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1958], S. 52
Zitationshilfe
„knochendürr“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/knochendürr>, abgerufen am 20.10.2019.

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