knatschen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungknat-schen (computergeneriert)
GrundformKnatsch
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

landschaftlich
a)
nörgeln, mit weinerlicher Stimme reden; quengeln
b)
schmatzen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

knatschen · knietschen · knatschig · Knatsch
knatschen, knietschen Vb. auch knätschen, knetschen, ein landschaftlich verbreitetes (belegt seit 18. Jh., doch wohl älteres) lautmalendes Verb, gebildet mit einem Abneigung symbolisierenden tsch-Suffix für einen Ton, wie er beim Betreten, Kneten oder Zerdrücken einer weichen Masse entsteht, der das Kaugeräusch, eine weinerliche Stimme oder kindliches Gequengel nachahmt (s. auch ablautendes ↗knutschen), knatschig Adj. auch knätschig, knietschig, ‘(hörbar) matschig, weinerlich, quengelig’. Knatsch m. ‘breiig matschiger Boden, Gerede, Ärger, Streit’.

Thesaurus

Synonymgruppe
geräuschvoll kauen  ●  knatschen  ugs., landschaftlich · ↗mampfen  ugs. · ↗schmatzen  ugs., Hauptform
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Haug lehnt sich zurück, daß das Sitzleder knatscht, aber gelassen wirkt er nicht.
Süddeutsche Zeitung, 25.09.1998
Damit wir wenigstens ein Mal nur das Knatschen der Gaffeln und den Wind in den Wanten hören, stellt Wim den Motor ab.
Der Tagesspiegel, 08.06.2001
Das Modell für das Probezeichnen saß auf einem Hocker, tauchte Brötchen in Kaffee, knatschte vor sich hin.
Knef, Hildegard: Der geschenkte Gaul, Berlin: Ullstein 1999 [1970], S. 29
Hinter den Kulissen aber "knatscht" es zwischen HSV und "Deuteron" -Chef Andreas Wankum weiter - wegen der Finanzen.
Bild, 18.10.1999
Zitationshilfe
„knatschen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/knatschen>, abgerufen am 23.05.2019.

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