klumpig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungklum-pig (computergeneriert)
eWDG, 1969

Bedeutung

voller Klumpen
Beispiele:
die klumpige Mehlsuppe
der klumpige Brei
ihre Schuhe waren klumpig von Erde
wie ein Klumpen
Beispiele:
ein klumpiger Körper
das klumpige Gefäß
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Klumpen · Klump · klumpen · klumpig · Klumpfuß · Klumpatsch
Klumpen m. ‘zähe, unförmige, zusammengeballte Masse’, daneben gleichbed. Klump m. (im Nordd. besonders ‘großer Mehlkloß’, heute meist nur noch in Wendungen wie einen Wagen in, zu Klump fahren, alles in, zu Klump schlagen, hauen), frühnhd. Klumpe. Den aus dem Nd. und Md. stammenden Formen geht mnd. klump(e) ‘Klumpen, Haufen, Häufchen, Handvoll’, klumpe, klompe ‘(aus einem Stück gefertigter) Holzschuh’ vorauf; verwandt sind mnl. clompe, nl. klomp ‘Klumpen, Holzschuh’, engl. (aus dem Mnd.) clump ‘Büschel, (Baum)gruppe, Klotz, Klumpen, Haufen, Masse’, schwed. klump ‘Klumpen’. Sie gehören als schwundstufige Bildungen zu der nasalierten Labialerweiterung ie. *glemb(h)- (wozu auch anord. klubba ‘Knäuel, Knüppel’, schwed. klubba ‘Keule, Hammer’, dissimiliert aus anord. klumba ‘Knüppel, Keule’, s. ↗klimmen) der Wurzel ie. *gel- ‘(sich) ballen, Gerundetes, Kugeliges’ (s. ↗kleben). Aus dem ursprünglich schwachen Mask. Klumpe haben sich (durch Abfall des -e) die starken Formen Klump und (aus den obliquen Kasus) Klumpen (beide schon bei Luther) entwickelt. klumpen Vb. ‘sich (zu Klumpen) zusammenballen’ (17. Jh.). klumpig Adj. ‘voller Klumpen, zusammengeballt’ (18. Jh.), älter klumpicht, klümpericht. Klumpfuß m. ‘mißgestalteter Fuß’ (18. Jh.). Klumpatsch m. ‘Unsinn’ (19. Jh.), ‘Menge, Haufen, wertloses Zeug’ (20. Jh.), zu Klumpen (s. oben) mit einem lautmalenden tsch-Suffix als affektischem Ausdruck der Geringschätzung (ähnlich in ↗Patsch, ↗Quatsch, ↗Knatsch u. a.).

Thesaurus

Synonymgruppe
klumpig · ↗pappig

Typische Verbindungen
computergeneriert

klebrig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›klumpig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die klumpigen Teile, die man abharkt, werden auf das noch ungegrabene Land geworfen und dort mit untergegraben.
Böttner, Johannes: Gartenbuch für Anfänger, Frankfurt (Oder) u. a.: Trowitsch & Sohn 1944 [1895], S. 56
Auf die weißen Wände werden mit klumpiger Erde Worte geschmiert.
Die Zeit, 22.08.2011, Nr. 34
Auch an den Stränden von Amrum liegt das klumpige Öl.
Die Welt, 06.01.2000
Lautlos zerlegen die Wissenschaftler immer weiter die ehedem klumpige, hörbare Zeit, in unbegreiflich kleine, nicht mehr erfahrbare Bestandteile.
Süddeutsche Zeitung, 10.12.2002
Damit der Schneezement bei der Lagerung nicht feucht und klumpig wird, ist ihm ein Bindemittel beigemengt.
o. A. [sr]: Schneezement. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1976]
Zitationshilfe
„klumpig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/klumpig>, abgerufen am 18.08.2019.

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