kiebig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungkie-big (computergeneriert)
eWDG, 1969

Bedeutung

landschaftlich, (besonders) berlinisch, salopp übermütig, frech
Beispiel:
kiebig werden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kiebig · keibig
kiebig Adj. nd. ‘zänkisch, gereizt’, hd. (älter, gelegentlich noch mundartlich) keibig, mhd. kībic; zu ↗keifen (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
auf Streit aus · provozierend · ↗streitsüchtig · ↗zanksüchtig · ↗zänkisch  ●  kiebig  ugs. · ↗kratzbürstig  ugs. · ↗zickig  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Im Gegenteil, die terroristischen Gruppen wurden von Tag zu Tag kiebiger.
Die Zeit, 03.07.2006, Nr. 27
Und wenn ihn jemand quasi von der Seite anhaut, kann er ausgesprochen kiebig werden.
Der Tagesspiegel, 28.06.2003
Kewenig wird sogar kiebig, weil er »in solchem Zusammenhang genannt« wird.
konkret, 1986
Der Erzkomödiant braucht nur ein kurzes Aufschnellen vom Stuhl, einen kiebig verwegenen, verzweifelten, oder triumphierenden Blick um Glanz und Elend dieser Kreatur zu kennzeichnen.
Die Welt, 16.02.2005
Da haben wir Annette Paulmann als abendfüllend kiebige Zofe, Christoph Bantzer als ehrpusseligen Schwager, Katharina Matz als überraschend, überzeugend schmale Madame Pernelle.
Süddeutsche Zeitung, 30.01.1997
Zitationshilfe
„kiebig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/kiebig>, abgerufen am 24.10.2019.

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