kennzeichnen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungkenn-zeich-nen
Wortzerlegungkennenzeichnen
Wortbildung mit ›kennzeichnen‹ als Erstglied: ↗Kennzeichnung
eWDG, 1969

Bedeutung

etw., jmdn. mit einem Kennzeichen versehen
Beispiele:
Waren, ein Bauelement kennzeichnen
Zugvögel kennzeichnen
der Weg ist durch Schilder gekennzeichnet (= markiert)
der Dichter hat die Personen seines Dramas scharf gekennzeichnet (= charakterisiert)
dieses Wort ist im Wörterbuch als mundartlich gekennzeichnet
etw. kennzeichnet etw., jmdn.etw. ist charakteristisch für etw., jmdn.
Beispiele:
die Computerisierung kennzeichnet die moderne Technik
sein Verhalten kennzeichnet ihn als einen besonnenen Menschen
jene Herzlosigkeit kennzeichnet sich selbst (= spricht für sich)
Geldsucht, Kälte und Gewalttätigkeit, wie sie unsre Zeit kennzeichnen [MusilMann40]
kennzeichnendcharakteristisch
Beispiele:
ein kennzeichnendes Merkmal
dieser Zug ist kennzeichnend für sein Wesen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kennen · verkennen · Kenner · kennerisch · Kennerblick · Kennermiene · kenntlich · Kenntnis · Kennwort · Kennzeichen · kennzeichnen
kennen Vb. ‘wissen, gehört oder gesehen haben’, ahd. kennen (9. Jh.; bi-, irkennen, 8. Jh., s. ↗bekennen, ↗erkennen), mhd. mnd. kennen asächs. -kennian (in antkennian ‘erkennen’), aengl. cennan ‘unterrichten, kundtun’, anord. kenna ‘bekanntmachen, wahrnehmen, genießen’, schwed. känna ‘kundtun, erkennen, kennen’, got. kannjan ‘bekanntmachen’ stellen sich als kausative jan-Verben zum Präs. Sing. (germ. *kann-) des unter ↗können (s. d.) behandelten präteritopräsentischen Verbs. verkennen Vb. ‘nicht richtig erkennen, falsch beurteilen’ (17. Jh.). Kenner m. ‘wer Bescheid weiß, zuständig ist’ (16. Jh.). kennerisch Adj. ‘wissend’ (18. Jh.). Kennerblick m. (18. Jh.), Kennermiene f. (19. Jh.). kenntlich Adj. ‘erkennbar, deutlich’, mhd. kentlich, kantlich ‘erkennbar, bekennend, geständig’; vgl. auch mhd. kennelich ‘kennbar, offenkundig, bekannt’. Kenntnis f. ‘Wissen, Erfahrung’, mhd. kantnisse, kentnisse ‘Kenntnis, Erkenntnis’. Kennwort n. ‘für ausführliche Angaben stehendes vereinbartes Wort, Losung, Parole’ (20. Jh.). Kennzeichen n. ‘charakterisierendes, heraushebendes Merkmal’ (16. Jh.), dazu kennzeichnen Vb. ‘charakterisieren, markieren’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
beschreiben · ↗charakterisieren · kennzeichnen
Assoziationen
Synonymgruppe
anmarkern · einmalen · ↗einzeichnen · kenntlich machen · kennzeichnen · ↗markieren
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemandem) eigen sein · ↗(jemandem) zukommen · ↗(jemanden) auszeichnen · ↗(jemanden) charakterisieren · (jemanden) kennzeichnen
Synonymgruppe
(farblich / typografisch) hervorheben · kennzeichnen · ↗markieren  ●  ↗auszeichnen  fachspr.
Assoziationen
  • Textmarker  ●  Leuchtstift  ugs. · Markierstift  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ambivalenz Aufkleber Außenpolitik Bemühen Berichtszeitraum Buchstabe Epoche Ereignis Freigelände Gewächshaus Innenpolitik Lage Lebensmittel Merkmal Offenheit Periode Phase Preisverfall Produkt Schild Situation Stagnation Stichwort Stimmung Unsicherheit Verhältnis Ziffer Zitat treffend Überkapazität

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kennzeichnen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das gute Mittel, zumindest das korrekte Verfahren, kennzeichnet den guten Zweck.
Die Zeit, 06.09.1951, Nr. 36
Das blanke Schild am Tor mit dem Adler darüber kennzeichnet den Schulzenhof.
Müller-Jahnke, Clara: Ich bekenne. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1904], S. 9224
Die Art und Weise, in der Kinder sich in einem Lokal benehmen, ist kennzeichnend für ihre häusliche Erziehung.
Oheim, Gertrud: Einmaleins des guten Tons, Gütersloh: Bertelsmann 1957 [1955], S. 285
Auch will man nicht durch ein auffälliges Muster in seinem Bekanntenkreis gekennzeichnet sein.
Bundesverband d.dt. Standesbeamten e.V. (Hg.), Hausbuch für die deutsche Familie, Frankfurt a. M.: Verl. f. Standesamtwesen 1956, S. 126
Das Fettbildungsvermögen eines Futters kennzeichnet jedoch seinen Wert nur zum Teil.
Maier-Bode, Friedrich Wilhelm (Hg.), Das Buch des Bauern, Hiltrup (Westf.): Landwirtschaftsverl. 1954 [1953], S. 222
Zitationshilfe
„kennzeichnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/kennzeichnen>, abgerufen am 24.10.2019.

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