karambolieren

Worttrennungka-ram-bo-lie-ren
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
selten zusammenstoßen, aufeinander prallen
2.
Billard mit dem Spielball die beiden anderen Bälle treffen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Karambolage · karambolieren
Karambolage f. ‘Zusammenstoß’, Übernahme (19. Jh.) von gleichbed. frz. carambolage, einer Ableitung von frz. caramboler ‘zusammenstoßen’, woraus karambolieren Vb. Substantiv und Verb sind zunächst Spielausdrücke beim Billard und beziehen sich auf das beabsichtigte Zusammenstoßen der Spielkugeln. Allgemeiner und übertragener Gebrauch entwickelt sich im Frz. und Dt. des 19. Jhs. Frz. caramboler ist abgeleitet von frz. carambole ‘Billardkugel’, einer Entlehnung von span. carambola ‘Billardspiel mit drei Kugeln’, eigentlich Bezeichnung für die in Form und Farbe apfelsinenähnliche Frucht des Karambolabaumes, die dem Span. aus mal. karambil über port. carambola vermittelt wird.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Analysten halten diese Erwartung für hoffnungslos übertrieben, weil beide bisher auf den internationalen Märkten beziehungslos nebeneinander herlaufen und bei den Modellen sogar karambolieren.
Süddeutsche Zeitung, 29.03.1999
Der Pole Nowak, der kleine Kaiser von Giesings Höhen, karambolierte beim Üben mit Elvis Brajkovic.
Süddeutsche Zeitung, 01.04.1996
Zitationshilfe
„karambolieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/karambolieren>, abgerufen am 19.10.2019.

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