käsig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungkä-sig (computergeneriert)
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
wie Käse
Beispiele:
der Quark schmeckt schon käsig
die Milch wird im Magen käsig (= gerinnt)
eine käsige (= breiige) Masse
bildlich
Beispiele:
die Mandeln des Kranken haben einen käsigen Belag
Es ist der ungesunde käsige Schweiß der Blutarmen, der ihnen über die Gesichter rinnt [RemarqueSchwarzer Obelisk292]
2.
umgangssprachlich gelblich, sehr blass, farblos
Beispiele:
er sieht (vor Schreck) ganz käsig aus
das grüne Kleid macht sie käsig
der Kranke hat eine käsige Haut
der Betrunkene hat ein ganz käsiges Gesicht
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Käse · käsen · käsig
Käse m. ‘aus saurer oder mit Lab versetzter Milch bereitetes Nahrungsmittel’, ahd. kāsi (8./9. Jh.), mhd. kæse ist wie asächs. kāsi, kēsi, mnd. kēse, mnl. cāse, kēse, nl. kaas, aengl. cēse, cȳse, engl. cheese entlehnt aus lat. cāseus ‘Käse’. Die Germanen, die Käse ursprünglich nur als Weichkäse, als Quark kennen (vgl. Reste einer alten Bezeichnung in anord. ostr, schwed. ost, entlehnt finn. juusto, estn. jūst), übernehmen die neue Herstellungstechnik und die Bezeichnung von den Römern. käsen Vb. ‘Käse herstellen, gerinnen, zu Käse werden’ (17. Jh.). käsig Adj. älter käsicht, ‘käse-, quarkartig, sehr blaß, farblos’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
aschfahl · ↗blass · ↗blutleer · ↗fahl · ↗kalkweiß · ↗kreidebleich · ↗kreideweiß · ↗käseweiß · käsig · ↗leichenblass · ↗totenblass · weiß wie die Wand
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gesicht bleich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›käsig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das ist eher so ein unterdrücktes Weiß, nicht gerade käsig, auch nicht krank - es ist seine Farbe.
Die Zeit, 25.04.2007, Nr. 18
Schließlich tritt ein käsig aussehender Mann von etwa dreißig Jahren grußlos ein und fordert uns auf, ihm zu folgen.
Der Spiegel, 15.09.1986
Mit den kurzen, borstigen Haaren und dem käsigen Gesicht ähnelte er einem übergroßen Igel.
Held, Kurt: Die rote Zora und ihre Bande, Aarau: Sauerländer 1989 [1941], S. 146
Gefärbte N. von kristallinischer, pulveriger, flockiger, käsiger, dichter, gelatinöser Beschaffenheit dienen in der analytischen Chemie zur Erkennung der Körper.
o. A.: N. In: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1906], S. 36553
Die käsige Lungenentzündung entwickelt sich in zahlreichen Fällen aus der Verschleppung tuberkulösen Materials in den Unterlappen nach einem Bluthusten.
Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 366
Zitationshilfe
„käsig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/käsig>, abgerufen am 26.08.2019.

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