jiepern

GrammatikVerb
Worttrennungjie-pern (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutung

landschaftlich, (besonders) norddeutsch, salopp nach etw. jieperngierig nach etw. verlangen
Beispiel:
die Kinder jiepern nach Eis
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Geifer · geifern · giepern · jiepern
Geifer m. ‘ausfließender Speichel, in bösen Worten ausgestoßene Wut’, spätmhd. geifer gehört zu einem Verb, das in bair. gaifen ‘klaffen, spöttisch den Mund verziehen’, nd. gīpen, jīpen ‘den Mund aufreißen, nach Luft schnappen, streben nach’, mnl. ghīpen, nl. gijpen ‘nach Luft schnappen’ vertreten ist. Vgl. mit abweichendem Stammvokal anord. geipa ‘schwatzen’. Die Formen schließen sich an eine Labialerweiterung der Wurzel ie. *g̑hēi-, *g̑hē- ‘gähnen, klaffen, offenstehen’ (s. ↗gähnen) an. Vom Substantiv abgeleitet geifern Vb. ‘seine Wut auslassen’ (so daß Geifer ausfließt), ‘zornig keifen’ (um 1500). giepern, jiepern Vb. (nd., berlin.) ‘begierig sein, sehr nach etw. verlangen’ (18. Jh.).
Zitationshilfe
„jiepern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/jiepern>, abgerufen am 16.10.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Jiddistik
Jiddist
jiddisch
jiddeln
Jh.
Jigger
Jilbab
Jingle
Jingo
Jitterbug