irreparabel

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungir-re-pa-ra-bel (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortzerlegungir-reparabel
eWDG, 1969

Bedeutung

nicht reparierbar, unersetzlich
Gegenwort zu reparabel
Beispiel:
ein irreparabler Schaden, Verlust
unheilbar
Beispiel:
eine irreparable Schädigung von Zellgewebe, von Organen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

reparieren · Reparatur · Reparation · irreparabel · reparabel
reparieren Vb. ‘ausbessern, instand setzen’, entlehnt (Anfang 16. Jh.) aus lat. reparāre ‘wiedererwerben, wiederherstellen, erneuern’; vgl. lat. parāre ‘(zu)bereiten, Vorkehrungen treffen, erwerben’. Reparatur f. ‘Ausbesserung, Instandsetzung’ (Anfang 18. Jh.), aus mlat. reparatura ‘Wiederherstellung’, früheres, zum Verb gebildetes Reparierung (17. Jh.) ablösend. Reparation f. (meist Plur.) ‘Kriegsentschädigung, Wiedergutmachungsleistung an den Sieger’. Das Ende des 16. Jhs. aus lat. reparātio (Genitiv reparātiōnis) ‘Wiederherstellung, Erneuerung’ entlehnte Substantiv tritt zunächst in der gleichen Bedeutung wie späteres Reparatur (s. oben) auf, wird aber in der 2. Hälfte des 19. Jhs. von diesem zurückgedrängt. Die heutige Bedeutung entsteht etwa 1920, dem Gebrauch von frz. réparations (Plur.) folgend. Verb und Substantive beziehen sich bis Anfang 18. Jh. vornehmlich auf Instandsetzung und Erneuerung von Festungsanlagen und Kriegsgerät. irreparabel Adj. ‘nicht wiederherstellbar, nicht heilbar, unersetzlich’, Entlehnung (18. Jh.) von gleichbed. frz. irréparable, aus lat. irreparābilis ‘unersetzlich, unwiederbringlich’, zu lat. parāre (s. oben) mit assimiliertem negierenden ↗in- (s. d.). Wohl daraus abgeleitet (trotz frz. réparable und lat. reparābilis) das später bezeugte (20. Jh.) Gegenwort reparabel Adj. ‘ausbesserungsfähig, wiederherstellbar, ersetzbar’.

Thesaurus

Synonymgruppe
irreparabel · nicht wieder gutzumachen · nicht wiederherstellbar · nicht zu reparieren · ↗unersetzlich  ●  ↗inoperabel  fachspr.
Antonyme
  • irreparabel
Synonymgruppe
(völlig) kaputt · ↗baufällig · ↗entzwei · irreparabel · ↗marode · nicht mehr zu gebrauchen · ↗unbrauchbar · vernichtet · zerbrochen · ↗zermahlen · zermalmt · zerstört · zertrümmert  ●  aus dem Leim gegangen  ugs. · ↗auseinander  ugs. · geschrottet  ugs. · ↗hin  ugs. · ↗hinüber  ugs. · im Arsch  derb · im Eimer  ugs. · reif für den Sperrmüll  ugs. · reif für die Tonne  ugs. · schrottig  ugs. · völlig hinüber  ugs. · zu nichts mehr zu gebrauchen  ugs. · ↗zuschanden  geh., veraltend
Assoziationen
  • angeknackst · ↗angeschlagen · angestoßen · ↗beschädigt · ↗defekt · in Mitleidenschaft gezogen · lädiert · ↗mitgenommen · ramponiert · ↗schadhaft · ↗wurmstichig
  • Mängel aufweisen(d) · abgestoßen · ↗angeknackst · angestoßen · beeinträchtigt · berieben (Bucheinband) · ↗beschädigt · ↗fehlerhaft · funktionsbeeinträchtigt · in seiner Funktion eingeschränkt · mit (kleineren) Mängeln · mit Kratzern · mit Lackschäden · mit Stockflecken · mit kleinen Macken · mängelbehaftet · nicht mehr alle Funktionen haben(d) · nicht mehr einwandfrei · nicht mehr tadellos · nicht mehr voll funktionsfähig · nicht mängelfrei · ↗schadhaft · verbogen · verkratzt  ●  ↗mangelhaft  Hauptform · angemackelt  ugs. · vermackelt  ugs.
  • Schwingbruch · Schwingungsbruch  ●  Dauerbruch  ugs. · ↗Ermüdungsbruch  ugs.
  • dürftig · ↗lausig · ↗nachteilig · ↗negativ · ↗schädlich · ↗ungut · ↗ungünstig · von Nachteil · ↗widrig  ●  ↗schlecht  Hauptform · zu wünschen übrig lassen  ugs.
  • Schrottwagen  ●  altes Auto  Hauptform · ↗(alte) Klapperkiste  ugs. · ↗(alte) Mühle  ugs. · Abwrackkarre  ugs. · ↗Karre  ugs. · ↗Klapperkiste  ugs. · ↗Nuckelpinne  ugs. · ↗Rostbeule  ugs. · ↗Rostlaube  ugs. · ↗Schleuder  ugs. · ↗Schrottauto  ugs. · Schrottbüchse  ugs. · ↗Schrottfahrzeug  ugs. · ↗Schrotthaufen  ugs. · ↗Schrottkarre  ugs. · ↗Schrottkiste  ugs. · ↗Schrottmühle  ugs. · ↗Schüssel  ugs. · alte Blechkiste  ugs. · fahrbarer Schrotthaufen  ugs.
  • abgehalftert · ↗abgerissen · ↗abgetakelt · abgewirtschaftet · am Ende · ↗desolat · in einem schlechten Zustand · ↗marode · ↗mies · ruiniert · ↗schäbig · ↗ungepflegt · verdorben · ↗verkommen · verlottert · verludert · verlumpt · ↗verschlissen · verwahrlost · verwildert · zerfasert · zerfleddert · ↗zerlumpt · zerschlissen  ●  ↗(äußerlich) heruntergekommen  Hauptform · (herumlaufen) wie ein Penner  derb, abwertend · ↗abgefuckt  derb, jugendsprachlich · abgeranzt  ugs. · abgewrackt  ugs. · auf den Hund gekommen  ugs. · ↗gammelig  ugs. · muchtig  ugs., berlinerisch · vergammelt  ugs.
  • außer Betrieb · funktioniert nicht (mehr) · funktionsunfähig · ↗funktionsuntüchtig · hat seine Funktion eingestellt · in die Brüche gegangen · läuft nicht · nicht funktionierend · nicht mehr benutzbar  ●  ↗defekt  Hauptform · abgekackt  ugs. · fratze  ugs. · geht nicht (mehr)  ugs. · ↗hin  ugs. · im Eimer  ugs. · ↗kaputt  ugs. · verreckt  ugs.
  • (sich selbst) zerlegen · (sich) in seine Einzelteile auflösen · ↗auseinanderbrechen · ↗auseinanderfallen · ↗durchbrechen · ↗entzweibrechen · ↗entzweigehen · in ... Teile zerbrechen · in Stücke brechen · in alle Einzelteile auseinanderfallen · in den Eimer gehen · in die Brüche gehen · in seine Einzelteile auseinanderfallen · in zwei Teile brechen · ↗kaputtgehen · mitten durchbrechen · ↗zerbröckeln · zerfetzt werden · zerstört werden  ●  (sich) in Wohlgefallen auflösen  ironisch · aus dem Leim gehen  ugs. · ↗auseinandergehen  ugs. · in Stücke gehen  ugs. · in die Binsen gehen  ugs.
  • (eine) Reparatur durchführen · (eine) Reparatur vornehmen · (einen) Mangel beheben · (einen) Mangel beseitigen · (einen) Schaden beheben · (einen) Schaden beseitigen · ↗(wieder) herrichten · (wieder) in Gang bringen · ↗(wieder) in Stand setzen · (wieder) in einen gebrauchsfähigen Zustand versetzen · (wieder) instand setzen · (wieder) zum Laufen bringen  ●  ↗reparieren  Hauptform · ↗richten  süddt. · (wieder) ganz machen  ugs. · ↗(wieder) heil(e) machen  ugs. · ↗(wieder) hinbekommen  ugs.
  • halt dich nicht lange damit auf  ●  wirf es weg  Hauptform · (das) ist gut für die Tonne  ugs. · (das) kann weg  ugs. · (etwas) kann (zum Müll o.ä.)  ugs., variabel · (nur) weg damit  ugs. · hau weg den Scheiß (gespielt prollig)  ugs. · immer weg damit  ugs. · reif für die Tonne  ugs. · schmeiß es weg  ugs. · sieh zu, dass das wegkommt  ugs.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn man zu lange nichts unternimmt, werden aus kleinen Problemen irreparable.
Der Tagesspiegel, 11.08.2001
Was sie in ihren ersten sechs Bänden angerichtet haben, ist irreparabel.
Die Zeit, 07.04.1967, Nr. 14
Bedauerlicherweise ist offenbar meine Garantiezeit abgelaufen, und da zeigen sich gewöhnlich ein paar irreparable Fehler.
Hein, Christoph: Horns Ende, Hamburg: Luchterhand 1987 [1985], S. 187
Sie tritt uns besonders eindringlich bei den sogenannten Anpassungserscheinungen bei irreparablen Defekten bestimmter Gebiete entgegen.
Goldstein, Kurt: Der Aufbau des Organismus, Den Haag: Nijhoff 1934, S. 133
Ein Irrtum also, zum Glück ist nichts geschehen, was irreparabel wäre.
Reimann, Brigitte: Franziska Linkerhand, Berlin: Neues Leben 1974, S. 345
Zitationshilfe
„irreparabel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/irreparabel>, abgerufen am 25.06.2019.

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