irregehen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungir-re-ge-hen
Wortzerlegungirregehen
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
sich verirren, sich verlaufen
Beispiele:
wir waren in dem Gewirr der winkligen Gassen eine Zeitlang irregegangen
nach langem Irregehen erblickten wir endlich das Ziel
2.
sich irren, sich täuschen
Beispiele:
ich gebe zu, in diesem Punkt bin ich irregegangen
Sie gehen irre, wenn Sie glauben, ich hätte den Schlüssel
er geht irre in seiner Annahme, wir wollten ihn hintergehen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber wer diese Fährte verfolgt, um die jüngsten sportlichen Erfolge zu erklären, geht irre.
Süddeutsche Zeitung, 27.08.2003
Als ein gefährdetes Kunstwerk kann das Kulturgebilde erschlaffen oder irregehen.
Jonas, Hans: Das Prinzip der Verantwortung, Frankfurt a. M.: Insel-Verl. 1979, S. 2
Diese Kataloge sind fast durchweg zugleich als Sortimentskataloge zu bezeichnen; wer sie nur nach ihren Titeln beurteilen wollte, würde irregehen.
Goldfriedrich, Johann: Geschichte des Deutschen Buchhandels vom Westfälischen Frieden bis zum Beginn der klassischen Litteraturperiode. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1908], S. 22706
Wer an diese Möglichkeit vergißt, wird leicht irregehen und zur Aufstellung unhaltbarer Behauptungen über das Wesen des Traumes verleitet werden.
Freud, Sigmund: Die Traumdeutung, Leipzig u. a.: Deuticke 1914 [1900], S. 157
Zitationshilfe
„irregehen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/irregehen>, abgerufen am 19.10.2019.

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