intellektuell

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungin-tel-lek-tu-ell
HerkunftLatein
WortzerlegungIntellekt-uell
Wortbildung mit ›intellektuell‹ als Letztglied: ↗antiintellektuell
eWDG, 1969

Bedeutung

den Intellekt betreffend, auf dem Intellekt beruhend, geistig, verstandesmäßig
Beispiele:
intellektuell anspruchslos, tätig, überheblich sein
sich besonders intellektuell geben
jmds. intellektueller Besitz
eine intellektuelle Klarheit, Leistungsfähigkeit, Schaffenskraft
Er weiß, daß kein unedles Motiv, keine Eifersucht oder intellektuelle Hochmütigkeit in ihren Mahnungen ist [St. ZweigBalzac162]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Intellekt · intellektuell · Intellektueller · Intellektualismus
Intellekt m. ‘Verstand, Denkvermögen’ (19. Jh., ein vereinzelter Frühbeleg Intellect 16. Jh.), aus lat. intellēctus ‘Verstehen, Erkenntnisvermögen’, Verbalsubstantiv zu lat. intellegere (intellēctum) ‘innewerden, verstehen, erkennen’ (s. ↗intelligent). intellektuell Adj. ‘den Verstand betreffend, rein geistig, verstandesmäßig’ (18. Jh.), Übernahme von frz. intellectuel, nach spätlat. intellēctuālis; daneben, direkt aus dem Lat., auch intellectualisch (18. Jh.) und intellectual (19. Jh.). Substantiviert Intellektueller m. ‘Verstandesmensch, geistig Schaffender’ (um 1900; wohl nach frz. manifeste des intellectuels, Zola 1898). Intellektualismus m. ‘Überbetonung der Rolle des Verstandes im Erkenntnisprozeß bei Unterschätzung der Praxis und der Intuition’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
geistig anspruchsvoll · ↗hochgeistig · intellektuell · verstandesbetont · von hohem geistigem Niveau · von hohem geistigen Anspruch · von höchstem geistigen Niveau  ●  schwere Kost  fig. · intellektuell brillant  geh. · von intellektueller Brillanz  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
intellektuell · kopfgesteuert · kopfig · ↗kopflastig · ↗verkopft · verstandesbetont · verstandgesteuert  ●  eierköpfig  abwertend
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anschauung Anstrengung Biographie Brillanz Diskurs Durchdringung Elite Fähigkeit Herausforderung Hochmut Klima Milieu Neugier Niveau Potential Potenz Redlichkeit Schärfe Spielerei Vergnügen Zirkel anspruchsvoll emotional künstlerisch materiell moralisch physisch Überheblichkeit Überlegenheit ästhetisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›intellektuell‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die "Generation Golf" schließlich nahm intellektuell außer sich selbst ohnehin nichts wahr.
Süddeutsche Zeitung, 08.03.2003
Das Vorgehen der Liberalen sei in jedem Fall intellektuell dürftig.
Der Tagesspiegel, 25.05.2002
Es ist der Zweck dieses Essays, diese Philosophie in negativer Weise zu unterstützen, durch Hinwegräumen von intellektuellem Mist.
Feyerabend, Paul: Wider den Methodenzwang, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1976, S. 18
Man unterstützt damit aber die frühe intellektuelle Wendung des Kindes.
Hoffmann, E.: Kindergarten. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 20317
Mit dem weiteren Fortschreiten in der intellektuellen Entwicklung des Kindes werden die Leistungen immer komplizierter.
Forschungen und Fortschritte. Nachrichtenblatt der deutschen Wissenschaft und Technik, 1933, Nr. 7, Bd. 9
Zitationshilfe
„intellektuell“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/intellektuell>, abgerufen am 22.04.2019.

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