indiskutabel

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungin-dis-ku-ta-bel (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortzerlegungin-diskutabel
eWDG, 1969

Bedeutung

nicht der Erörterung wert, nicht erwägenswert
Beispiele:
ein indiskutabler Plan
der Vorschlag ist indiskutabel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

diskutieren · diskutabel · indiskutabel · Diskussion
diskutieren Vb. ‘besprechen, erörtern’ wird im 16. Jh. aus lat. discutere (discussum) ‘zerschlagen, zerspalten’, übertragen spätlat. ‘eine Sache untersuchen, erörtern, besprechend erwägen’ entlehnt, zu lat. quatere (quassum) ‘schütteln, (zer)schlagen, beschädigen’ und ↗dis-. diskutabel Adj. ‘erwägenswert, annehmbar’, zuvor (dem Frz. folgend) ‘der Erörterung bedürfend, strittig’ (19. Jh.), frz. discutable; Gegensatz indiskutabel Adj. ‘nicht erwägenswert, unzumutbar, nicht zu erörtern’ (um 1900), frz. indiscutable ‘unbestreitbar, sicher’. Diskussion f. ‘Meinungsaustausch, Auseinandersetzung’ (16. Jh., geläufig seit dem 18. Jh.), von lat. discussio (Genitiv discussiōnis) ‘Erschütterung’, spätlat. ‘Untersuchung’, Verbalabstraktum zu lat. discutere.

Thesaurus

Synonymgruppe
außer Betracht bleiben · nicht in Betracht kommen · nicht in Frage kommen · nicht infrage kommen  ●  indiskutabel (sein)  variabel
Assoziationen
  • (haltlose) Vorstellung · ↗(nicht ernst zu nehmender) Einfall · aus einer Laune heraus  ●  dumme Idee  Hauptform · (Idee) aus einer Bierlaune heraus  ugs. · Einfälle wie die Kuh Ausfälle  derb, scherzhaft · Furzidee  derb · ↗Schnapsidee  ugs. · Wenn wir dich nicht hätten und die kleinen Kartoffeln ...  ugs., Spruch, ironisch, variabel
Synonymgruppe
ausgeschlossen · diskussionsunwürdig · geht zu weit · ↗inakzeptabel · indiskutabel · ↗intolerabel · keiner Diskussion würdig · nicht haltbar · nicht hinnehmbar · nicht hinzunehmen · nicht tragbar · niemandem zuzumuten · ↗tadelnswert · ↗unannehmbar · ↗unhaltbar · ↗untragbar · ↗unvertretbar · ↗unzumutbar  ●  nicht akzeptabel  Hauptform
Assoziationen
  • (absolut) daneben sein · (ein) (absolutes) No-go sein · (ein) Fauxpas sein · (etwas/sowas) tut man einfach nicht · (sich) nicht gehören · ins Fettnäpfchen treten · nicht angebracht sein · tabu sein · unangebracht sein · ungehörig sein · unschicklich sein  ●  (etwas) geht gar nicht  ugs. · (etwas) nicht bringen können  ugs.
  • (ein) starkes Stück · ↗(eine) Frechheit · ↗(eine) Unverschämtheit · (etwas) spottet jeder Beschreibung · ↗dreist · ↗haarsträubend · hagebüchen · ↗hanebüchen · jeder Beschreibung spotten · ↗skandalträchtig · ↗unerhört · ↗unglaublich · ↗unsäglich · ↗unverschämt  ●  nichts für schwache Nerven  übertreibend · (da) bleibt einem die Spucke weg  ugs., fig. · (da) hört sich doch alles auf!  ugs. · (das ist) der Gipfel der Unverschämtheit  ugs. · (das) schlägt dem Fass den Boden aus!  ugs. · (das) schlägt dem Fass die Krone ins Gesicht  ugs., scherzhaft-ironisch, salopp · (das) setzt dem ganzen die Krone auf!  ugs. · (dazu) fällt einem nichts mehr ein  ugs. · (ein) dicker Hund  ugs., fig. · (eine) Zumutung!  ugs. · (etwas) geht auf keine Kuhhaut  ugs. · also so etwas!  ugs. · ↗bodenlos  ugs. · das Allerletzte  ugs. · das Letzte  ugs. · das ist (ja wohl) die Höhe!  ugs. · heftig!  ugs. · ja gibt's denn sowas!?  ugs. · kaum zu fassen  ugs. · man fasst es nicht!  ugs. · nicht zu fassen  ugs., Hauptform · ↗unmöglich  ugs.
  • geschmacklos · ↗niveaulos · ↗pietätlos · ↗pöbelhaft · ↗stillos · ↗taktlos · ↗unangebracht · ↗unfein · ↗wüst  ●  ↗platt  fig. · ↗proletenhaft  derb · unterste Schublade  ugs., fig.
  • (ein) Unding · ↗(völlig) inakzeptabel  ●  geht gar nicht  ugs.
  • (den normalen) Anstandsregeln entsprechen · (den) bürgerlichen Gepflogenheiten entsprechen · ↗(sich) gehören · ↗(sich) schicken · Pflicht sein · angemessen sein · vom Anstand geboten sein  ●  ↗(sich) ziemen  veraltet · (den) Anstandsregeln Genüge tun  geh. · (etwas) bringen können  ugs. · (etwas) gebietet (schon allein) der Anstand  geh. · ↗(sich) geziemen  geh., veraltet · ↗(sich) passen  geh., veraltend · schicklich sein  geh.
  • Kinderei · unter jemandes Würde  ●  Kinderkacke  derb · ↗Kinderkram  ugs. · eines Erwachsenen nicht würdig  geh. · unter der (erhabenen) Würde seiner stolzen (...) Jahre  geh., ironisch

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abwehrleistung Auftritt Forderung Halbzeit Leistung Quote Sekunde Verhalten Vorgehen Vorschlag Vorstellung Weite absolut bezeichnen ebenso eigentlich genauso natürlich nennen ohnehin völlig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›indiskutabel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Leistung im Spiel gegen Aue nannte Manager Jens Todt "indiskutabel".
Die Zeit, 08.04.2013 (online)
So wie wir im ersten Drittel gespielt haben, war indiskutabel.
Bild, 22.03.2006
Aus seiner Sicht sei die Anwendung des Artikels 146 indiskutabel.
Nr. 214: Gespräch Kohl mit Hurd vom 12. März 1990. In: Deutsche Einheit, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1990], S. 15591
Wehe aber, wenn er zu ihrem Herrn wird und unterjocht, dann ist »Sie« indiskutabel, verabscheuungswürdig - unmöglich.
Reznicek, Paula von: Auferstehung der Dame. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 16798
Dieser beinhalte indiskutable Forderungen, nämlich die Änderung des Grundgesetzes und Eingriffe in die Vertriebenengesetzgebung.
Küsters, Hans Jürgen: Entscheidung für die deutsche Einheit. In: Deutsche Einheit, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1998], S. 621
Zitationshilfe
„indiskutabel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/indiskutabel>, abgerufen am 19.05.2019.

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