indirekt

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungin-di-rekt
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›indirekt‹ als Grundform: ↗Indirektheit
eWDG, 1969

Bedeutung

mittelbar, nicht auf direktem, geradem Wege, nur auf Umwegen verlaufend
Gegenwort zu direkt
Beispiele:
die indirekte Anerkennung eines Staates
ein indirekter Beweis
eine indirekte Beleuchtung
indirekte Steuern
etw. auf indirektem Wege erreichen
etw. indirekt zugeben
jmd. ist nur indirekt betroffen von etw.
Sprachwissenschaft die indirekte Rede (= die nicht wörtliche, abhängige Rede)
Sprachwissenschaft ein indirekter Fragesatz (= ein abhängiger Fragesatz)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

direkt · indirekt
direkt Adj. ‘unmittelbar, geradezu, deutlich’, aus lat. dīrēctus ‘geradegerichtet, in gerader Richtung’, Part. Perf. zu lat. dīrigere ‘eine gerade Richtung geben, lenken’ (s. ↗dirigieren), entlehnt und seit dem späten 15. Jh. in dt. Texten bezeugt, zuerst nur adverbial (in der lat. Form dīrēctē), seit dem Ende des 17. Jhs. auch attributiv gebraucht. indirekt Adj. ‘mittelbar’, Gegenteil von direkt, spätlat. indīrēctō, mlat. indirecte Adv., mit negierendem in- (s. ↗in-); seit dem 16. Jh. in der mlat. Form im Dt., seit dem 18. Jh. eingedeutscht und auch attributiv.

Thesaurus

Synonymgruppe
indirekt · ↗mehrstufig · ↗mittelbar · über Umwege
Synonymgruppe
durch die Blume · ↗hintenrum · in Andeutungen · indirekt · ↗verblümt · ↗versteckt
Assoziationen
Antonyme
  • direkt

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aggression Anerkennung Aufforderung Beleuchtung Besteuerung Beteiligung Effekt Eingeständnis Freistoß Immobilienanlage Lenkung Nachweis Rede Sterbehilfe Steuer Subvention Subventionierung abhängen allenfalls bestätigen direkt eingestehen höchstens kritisieren nur profitieren somit wenigstens zumindest zusammenhängen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›indirekt‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Deshalb droht die französische Regierung nur indirekt mit ihrem Veto.
Der Tagesspiegel, 10.03.2003
Doch übte allein schon die Diskussion eine indirekte reformerische Wirkung aus.
o. A.: T. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 1980
Und widersetzen kann sie sich nur indirekt, nur unbewußt, über die Kinder beispielsweise.
Der Spiegel, 16.02.1981
Diese Gruppen versuchen manchmal direkt, manchmal indirekt das Abkommen zu kritisieren.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1975]
Ich bin doch ehrlich gewesen, wenn ich selber sage, daß ich glaube, indirekt dazu beigetragen zu haben.
o. A.: Einhundertfünfzehnter Tag. Freitag, 26. April 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 19114
Zitationshilfe
„indirekt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/indirekt>, abgerufen am 18.10.2019.

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