impulsiv

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungim-pul-siv (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›impulsiv‹ als Grundform: ↗Impulsivität
eWDG, 1969

Bedeutung

einem Impuls, einer plötzlichen Eingebung folgend, rasch handelnd, temperamentvoll
Beispiele:
ein impulsiver Mensch
seine impulsive Art, Natur, Leidenschaft
eine impulsive Bewegung
impulsiv antworten, reagieren
Alexander hatte ja Verständnis für impulsive, überraschende Handlungen [WeiskopfAbschied v. Frieden1,87]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Impuls · impulsiv
Impuls m. ‘(innerer und äußerer) Antrieb, Anstoß’, im 18. Jh. entlehnt aus lat. impulsus ‘Anstoß, Anregung’, zu lat. impellere (impulsum) ‘anschlagen, stoßend in Bewegung setzen, antreiben’. impulsiv Adj. ‘schnell, spontan, unmittelbar’ (19. Jh.), wohl nach frz. impulsif (mlat. impulsivus).

Thesaurus

Synonymgruppe
impulsiv · ↗lebhaft · ↗temperamentvoll
Assoziationen
Synonymgruppe
aggressiv · aufbrausend · ↗cholerisch · ↗genervt · ↗hitzköpfig · impulsiv · ↗jähzornig · leicht erregbar · ↗rasend · ↗reizbar · ↗tobsüchtig · ↗unbeherrscht · ↗ungeduldig · ↗ungezügelt · ↗unkontrolliert · ↗wutentbrannt · ↗wütend · ↗zornig · ↗zügellos  ●  ↗exzitabel  fachspr., medizinisch, lat. · ↗fuchsteufelswild  ugs. · ↗furibund  fachspr., veraltet, lat. · ↗grantig  ugs. · ↗ungehalten  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausbruch Charakter Entschluß Geste Handlung Kolumbianer Reaktion Regung Temperament Typ Verhalten Wesen aggressiv dynamisch ehrgeizig emotional großzügig jähzornig launisch leidenschaftlich mitunter oft spontan sprunghaft streitbar temperamentvoll unberechenbar ungeduldig wirkend zuweilen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›impulsiv‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mal sprechen sie den Text bedeutungsschwanger chorisch, mal nachdenklich in die Ferne gerichtet, mal wütend impulsiv.
Der Tagesspiegel, 05.05.2003
Ihr Bild in der Öffentlichkeit ist das des impulsiven Mannes.
Die Welt, 23.11.2002
In seiner impulsiven Art schoß er dann freilich über das Ziel hinaus.
Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 1: Altertum und Mittelalter. In: Mathias Bertram (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1948], S. 4890
Zum Restaurieren taugen sie nicht, dafür sind sie zu impulsiv, zu wenig kleinmütig und immer noch zu reich in ihrer Armut.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 118
In einer impulsiven Regung streckte er die Hand nach ihr aus.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1960], S. 334
Zitationshilfe
„impulsiv“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/impulsiv>, abgerufen am 23.04.2019.

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