huscheln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennunghu-scheln
Wortbildung mit ›huscheln‹ als Grundform: ↗Huschelei · ↗huschelig
eWDG, 1969

Bedeutung

landschaftlich
1.
sich huschelnsich einhüllen, sich kuscheln
Beispiele:
sich in einen Mantel, eine Decke huscheln
sie würde sich in die Ecke huscheln und ein Nickerchen machen [FlaischlenSeyfried2,37]
2.
schnell und oberflächlich arbeiten
Beispiele:
er huschelt zu sehr und macht deshalb viele Fehler
sie war mit der Arbeit schon fertig, hatte aber ein bisschen gehuschelt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

huschen · husch · huscheln · Husche
huschen Vb. ‘sich schnell und lautlos fortbewegen, flüchtig dahingleiten’ (Ende 18. Jh.), zuvor hoschen (16. Jh.), Ableitung von husch Interjektion lautmalender Klagelaut bei Empfindung eines Kälteschauers, spätmhd. husch, dann (oft in der Doppelung husch, husch!) Ausdruck zur Charakterisierung einer schnellen Bewegung und von daher weiterentwickelt zum Scheuchruf. huscheln Vb. ‘eilig, oberflächlich und unordentlich arbeiten’ (19. Jh.). Husche f. ‘schnell vorüberziehender Regenschauer’ (15. Jh.), omd. und nd.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es huschelte und hüpfte, tauchte aus dem Grün heraus und verschwand wieder.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 20365
Mäuse huscheln davon.
Bauer, Josef Martin: So weit die Füße tragen, Frankfurt a.M: Fischer 1960 [1955], S. 296
Es huschelte mäuseartig ins Freie.
Seghers, Anna: Transit, Gütersloh: Bertelsmann 1995 [1943], S. 105
Zitationshilfe
„huscheln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/huscheln>, abgerufen am 19.08.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
huschelig
Huschelei
Huschel
Husche
husch
huschen
huschig
Hüsing
Husky
Husle