huren

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennunghu-ren
Wortbildung mit ›huren‹ als Erstglied: ↗Hurerei  ·  mit ›huren‹ als Letztglied: ↗herumhuren · ↗verhurt
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

abwertend mit jmdm. außerehelichen Geschlechtsverkehr haben; mit häufig wechselnden Partnern (ausschweifenden) Geschlechtsverkehr haben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hure · huren · Hurerei · Hurenhaus
Hure f. ‘Dirne, Prostituierte’, ahd. huora (8. Jh.), mhd. huore, mnd. aengl. hōre, engl. whore, mnl. hoere, nl. hoer, anord. hōra, schwed. hora sowie anord. hōrr, got. hōrs ‘Ehebrecher’, (ablautend) frühnhd. herge, mnd. herge, herie ‘Dirne’ sind wie ahd. (9. Jh.), mhd. huor, aengl. anord. hōr ‘Ehebruch, außerehelicher Beischlaf, Unkeuschheit’ verwandt mit lat. cārus ‘begehrt, lieb, teuer, wert’, lett. kārs ‘lüstern, lecker’, air. caraim ‘liebe’, carae ‘Freund’, kymr. car ‘Freund’. Sie führen auf ie. *kāro- ‘lieb, begehrlich’ bzw. ablautendes ie. *kər-. Zugrunde liegt die Wurzel ie. *kā- ‘gern haben, begehren’, wozu (mit anderem Suffix) aind. kā́maḥ ‘Wunsch, Begehren, Liebe’ gehört. Vom Substantiv abgeleitet huren Vb. ‘mit Dirnen schlafen’, ahd. huorōn (9. Jh.), mhd. huoren, mnd. hōren, mnl. hoeren, horen, anord. hōra, schwed. hora. Hurerei f. (15. Jh.). Hurenhaus n. (15. Jh.), mnd. hōrenhūs; vgl. ahd. (um 800), mhd. huorhūs.

Thesaurus

Synonymgruppe
(seinen) Körper verkaufen · (sich) öffentlich preisgeben · Liebesdienste leisten · auf den Strich gehen · huren  ●  ↗(sein) Geld als Sexarbeiter(in) verdienen  variabel · (sein) Geld auf der Straße verdienen  verhüllend · ↗(sich) prostituieren  Hauptform · ↗anschaffen (gehen)  ugs. · es für Geld tun  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Hure betrügen fluchen fressen herum lügen morden rauchen saufen stehlen trinken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›huren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der versäuft das Geld seines Vaters, hurt herum und hat seinem Leben an Inhalt ansonsten nicht viel hinzuzufügen.
Die Zeit, 23.12.2013 (online)
Die rauchen, saufen und huren rum, gehen morgens um 6 Uhr ins Bett.
Bild, 24.11.2004
Juni 1998 Was ist das, was in uns lügt, hurt, mordet, schlenzt?
Der Tagesspiegel, 09.06.1998
Wollt Ihr gegen des Königs Regimenter fechten mit Kerlen, die nur huren und saufen, aber nicht gehorchen können?
Niebelschütz, Wolf von: Der blaue Kammerherr, Stuttgart u. a.: Dt. Bücherbund [1991] [1949], S. 1010
Wer treibt sie aus den Musiksälen, die Käuflichen mit dem unfruchtbaren Gehör, das hurt und niemals empfängt?
Rilke, Rainer Maria: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge. Prosa 1906 bis 1926, Frankfurt a. M.: Insel-Verl. 1966 [1910], S. 706
Zitationshilfe
„huren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/huren>, abgerufen am 20.05.2019.

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