hochgehen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennunghoch-ge-hen (computergeneriert)
Wortzerlegunghoch-gehen
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
norddeutsch, mitteldeutsch, umgangssprachlich nach oben, in die Höhe gehen
Beispiel:
die Treppen hochgehen
sich nach oben, in die Höhe bewegen
Beispiele:
der Schlagbaum, der Vorhang auf der Bühne geht hoch (= wird hochgezogen)
der Ballon ist hochgegangen (= aufgestiegen)
die Preise, Löhne gehen hoch (= steigen an)
der Sprengstoff, die Brücke ging hoch (= explodierte)
die See geht hoch (= es herrscht hoher Wellengang)
übertragen
Beispiel:
die Wogen der Empörung gehen hoch (= es herrscht große Empörung)
2.
umgangssprachlich aufbrausen, wütend werden
Beispiele:
als er das hörte, ging ihm der Hut hoch (= wurde er wütend)
Wie wäre sie selbst hochgegangen, wenn jemand sie so verleumdet hätte wie die Wanda letzthin den Hans! [F. WolfGrenze5,341]
3.
salopp an die Polizei verraten werden, von der Polizei verhaftet werden
Beispiele:
die Widerstandsgruppe ist hochgegangen
einen Agenten hochgehen lassen
Er ging hoch, wie alle einmal hochgehn, die verraten werden [F. WolfGrenze5,244]

Thesaurus

Synonymgruppe
detonieren · ↗explodieren · ↗platzen  ●  (jemandem) um die Ohren fliegen  ugs., auch figurativ · hochgehen  ugs.
Synonymgruppe
aufgehen (Teig) · aufgetrieben werden  ●  hochgehen  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Augenbraue Autobombe Bombe Brandsatz Böller Deckel Emotion Handgranate Hut Hutschnur Ladung Lappen Mast Mine Pulverfaß Rauchbombe Schlagbaum Schranke Sprengkörper Sprengladung Sprengsatz Treppe Vorhang Wand Woge Zeitbombe gehen irgendwo jederzeit senkrecht

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›hochgehen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der hätte sie mitten in der Nacht hochgehen lassen sollen, wenn niemand unterwegs gewesen wäre.
Süddeutsche Zeitung, 05.02.1999
Wenn ich nur daran denke, dann geht mir schon der Hut hoch.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 28.10.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Als die Erde wieder weich wurde, gingen wir senkrecht hoch.
Merz, Horst: Ausbruch. In: Flieger am Feind, Gütersloh: Bertelsmann 1934 [1934], S. 91
Es ist aber auch noch nie einer hochgegangen bei mir.
Simmel, Johannes Mario: Es muß nicht immer Kaviar sein, Zürich: Schweizer Verl.-Haus 1984 [1960], S. 185
Beim 1:2 gegen Rot-Weiß Essen ging der Sprengstoff-Kerl hoch.
Bild, 15.09.2003
Zitationshilfe
„hochgehen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/hochgehen>, abgerufen am 18.08.2019.

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