glimmrig

Alternative Schreibungglimmerig
GrammatikAdjektiv
Worttrennungglimm-rig ● glim-me-rig (computergeneriert)
Wortzerlegungglimmern-ig
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

glimmen · glimmern · Glimmer · glimm(e)rig · Glimmstengel
glimmen Vb. ‘schwach glühen, ohne Flamme brennen’, mhd. mnd. mnl. nl. glimmen, schwed. glimma gehören wohl zu mhd. glīmen ‘leuchten, glänzen’, ahd. glīmo (9. Jh.), gleimo (10. Jh.) ‘Glühwürmchen’, asächs. glīmo, aengl. glǣm, engl. gleam ‘Schimmer, Glanz’. Verwandt sind ↗gleißen (s. d.) und außergerm. griech. chlī̌arós (χλιαρός) ‘warm, lau’, chlī̇á͞inein (χλιαίνειν) ‘warm machen, erweichen’, air. glē ‘glänzend, klar’. Zu erschließen ist ie. *g̑hlei-, eine Erweiterung der unter ↗gelb (s. d.) dargestellten Wurzel ie. *g̑hel(ə)- ‘glänzen, schimmern’. glimmern Vb. ‘schimmern, funkeln’, mhd. glimmer(e)n ‘glühen, leuchten’, Iterativbildung zu glimmen; vgl. engl. to glimmer, schwed. glimra. Glimmer m. ‘gesteinbildendes Mineral in Gesteinsarten als glänzendes Einsprengsel’ (16. Jh.). glimm(e)rig Adj. ‘schimmernd, funkelnd, schwach leuchtend’ (16. Jh.). Glimmstengel m. puristisches Ersatzwort für Zigarre (um 1820), später auch für Zigarette, seit der 2. Hälfte des 19. Jhs. nur noch scherzhaft.
Zitationshilfe
„glimmrig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/glimmrig>, abgerufen am 20.07.2019.

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