gewerblich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungge-werb-lich (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutung

Gewerbe-
Beispiele:
ein gewerblicher Betrieb
gewerbliche Räume
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gewerbe · gewerblich · Gewerbefreiheit · Gewerbetreibender · Kunstgewerbe
Gewerbe n. ‘auf Erwerb gerichtete Berufstätigkeit’, mhd. gewerbe ‘Wirbel, Gelenk, Geschäft, Tätigkeit, Anwerbung’ ist eine Abstraktbildung zu mhd. werben ‘bewegen, drehen, sich bemühen um, tätig sein, betreiben’ (s. ↗werben). Schon früh in der Wendung Handel und Gewerbe (15. Jh.), wo beide Wörter eine Bedeutungsgemeinschaft darstellen. Doch bald (bei der Herausbildung des städtischen Bürgertums) entwickelt Gewerbe den Sinn ‘Erwerb, dauerhaft ausgeübte Erwerbstätigkeit, Handwerk’ (16. Jh.) und ‘Berufszweig’ (18. Jh.; vgl. Schneidergewerbe). gewerblich Adj. ‘das Gewerbe betreffend’ (15. Jh., geläufig vor allem im 19. Jh.). Gewerbefreiheit f. ‘Recht für jedermann, eine Erwerbstätigkeit auszuüben’ (18. Jh.), Übersetzung von engl. freedom of trade. Gewerbetreibender m. ‘wer mit einem Gewerbe seinen Lebensunterhalt verdient’ (19. Jh.), substantiviertes Part. Präs. nach der Verbindung Gewerbe treiben (15. Jh.). Kunstgewerbe n. ‘Kunsthandwerk’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Handels... · gewerblich · ↗gewinnorientiert · ↗kaufmännisch · ↗kommerziell · ↗merkantil · ↗privatwirtschaftlich · ↗profitorientiert · ↗unternehmerisch · ↗wirtschaftlich
Assoziationen
Synonymgruppe
gewerblich · produzierend

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abnehmer Berufsgenossenschaft Einkünfte Erzeugnis Grundstückshandel Güterfernverkehr Hochbau Immobilie Immobilienfinanzierung Immobiliengeschäft Immobilienkredit Immobilienmarkt Mietvertrag Mittelstand Nutzung Nutzunge Rechtsschutz Schutzrecht Schutzrechte Sektor Tätigkeit Verbundgruppe Vergleichslohn Wirtschaft Zwecke freiberuflich genutzt industriell kaufmännisch landwirtschaftlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›gewerblich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ihn gibt es darüber hinaus auch in der gewerblichen Version.
Süddeutsche Zeitung, 11.05.1996
Die gewerblichen Bauten, die unmittelbar aus dem Bedarf der Wirtschaft herauswachsen, lassen sich am schwersten forcieren.
Vossische Zeitung (Sonntags-Ausgabe), 02.03.1930
Über drei Viertel der gewerblichen Arbeiter gehörten dem Handwerk an.
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 22077
Die gewerbliche Wirtschaft ist hier im Aufsteigen begriffen, wie sie kaum vordem ehemals in Erscheinung getreten ist.
o. A.: Rechenschaftsbericht an Reichsminister Rosenberg in Kiew, 06.06.1943
Anders stand es in dieser Hinsicht mit der gewerblichen Tätigkeit speziell der Klöster.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 724
Zitationshilfe
„gewerblich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/gewerblich>, abgerufen am 25.05.2019.

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