frappant

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungfrap-pant (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1967

Bedeutung

verblüffend, überraschend
Beispiele:
eine frappante Ähnlichkeit
frappante Erfolge
wir finden Sätze von so frappanter Aktualität [Benn1,190]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

frappieren · frappant
frappieren Vb. ‘verblüffen, überraschen, befremden’, im 18. Jh. aus frz. frapper ‘schlagen, treffen, einen unerwarteten Eindruck machen’ (afrz. fraper ‘schlagen, treffen’, reflexiv ‘sich stürzen, hervorschießen’) entlehnt. Die Etymologie ist unklar. Meist wird in dem frz. Verb eine Entlehnung aus dem Germ. gesehen und von einem afrk. *hrapōn ‘rupfen, raufen, raffen’ ausgegangen, das den bei ↗raffen (s. d.) angeführten Formen entspricht. Doch erwägt man von romanistischer Seite auch (mit Hinweis auf engadin. fraper im Sinne von ‘schwatzen’) die Möglichkeit einer onomatopoetischen Bildung; vgl. FEW 3, 762 f. frappant Adj. ‘auffallend, überraschend’, Entlehnung (18. Jh.) von gleichbed. frz. frappant, Part. Präs. von frz. frapper (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
erstaunlich · erwartungswidrig · frappant · frappierend · ↗stupend · ↗verblüffend · ↗verwunderlich · ↗überraschend
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Analogie Beispiel Gegensatz Parallele Unterschied Weise Wirkung erinnern gleichen Ähnlichkeit Übereinstimmung ähneln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›frappant‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seine Kunst besteht eigentlich bloß darin, frappante Ideen von anderen platzen zu lassen.
Die Welt, 02.07.1999
In gewisser Weise ähnelt das Jahr 1989 dem Jahr 1995 ganz frappant.
Süddeutsche Zeitung, 25.10.1995
Wo dieses dem Guten feindliche Element als Inhalt ausgesprochen wird, da ist die Darstellung dieses Komponisten frappanteste Wahrheit.
Richter, Alfred: Aus Leipzigs musikalischer Glanzzeit, Erinnerungen eines Musikers. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 43871
Ich will mich also damit begnügen, auf einige frappante Züge der buddhistischen Mystik hinzuweisen.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 10645
England durch frappanten Naturalismus zum Greifen lebendig vorführen - daran hätte der Schauspieler-Kollege Shakespeare, glaube ich, selber seine Freude gehabt.
Wohlmuth, Alois: Ein Schauspielerleben, Ungeschminkte Selbstschilderungen von Alois Wohlmuth. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 1461
Zitationshilfe
„frappant“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/frappant>, abgerufen am 18.04.2019.

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