fortdenken

GrammatikVerb · denkt fort, dachte fort, hat fortgedacht
Aussprache
Worttrennungfort-den-ken
Wortzerlegungfort-denken
Wahrig und DWDS, 2018

Bedeutungen

1.
jmd. denkt (sich) etw. fortsich vorstellen, dass jmd. oder etw. nicht mehr da ist, etw. gedanklich ausblenden
Synonym zu wegdenken
Beispiele:
[…] wenn man sich den üppigen Schmuck daraus fortdenkt, tritt der ursprüngliche Charakter [des Gebäudes] hervor. [Lehmann, A.: Kirchenbau. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 25552]
Suppen […] sind von keiner Speisekarte fortzudenken. [Kölling, Alfred: Fachbuch für Kellner, Leipzig: Fachbuchverl. VEB 1962 [1956], S. 219]
Phrasem:
etw., jmd. ist aus etw. nicht fortzudenken (= jmd., etw. ist notwendiger Teil von etwas anderem)
Beispiele:
[…] Anzeigen sind aus Zeitungen und Illustrierten nicht fortzudenken. [Die Welt, 25.03.2006]
Serows malerisches Schaffen[…] kann heute aus der Geschichte der russischen Malerei nicht mehr fortgedacht werden. [Berliner Zeitung, 05.12.1951]
2.
jmd. denkt etw. fortetw. gedanklich weiterentwickeln
Beispiele:
Das »Drohnenland« dieses Buches ist unser Europa, nur ein bisschen in die Zukunft fortgedacht […]. [Süddeutsche Zeitung, 24.07.2014]
Das war unsere Welt, und so denken wir sie auch fort. [Der Spiegel, 14.08.2000]
Diese Entwicklungslinie [eines künstlichen Menschen als Ersatzteillager für Körperorgane] fortdenkend, ersannen Biotechniker […] den halbmaschinisierten Supermenschen (»Cyborg«)[…]. [Der Spiegel, 26.12.1966, Nr. 53]

Typische Verbindungen
computergeneriert

denken man

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›fortdenken‹.

Zitationshilfe
„fortdenken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/fortdenken>, abgerufen am 25.04.2019.

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