flatterhaft

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungflat-ter-haft
Wortzerlegungflattern-haft
Wortbildung mit ›flatterhaft‹ als Erstglied: ↗Flatterhaftigkeit
eWDG, 1967

Bedeutung

abwertend von unbeständigem Charakter, leichtlebig
Beispiele:
ein flatterhaftes Mädchen
ihr flatterhaftes Wesen, flatterhafter Charakter war bekannt
er ist sehr flatterhaft
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

flattern · Flattergeist · flatterhaft · flatterig
flattern Vb. ‘unruhig, scheinbar planlos mit schnellen Flügelschlägen fliegen, vom Winde bewegt werden’, nd. nl. fladderen; vgl. frühnhd. vladeren, fladern ‘flackern’ (15. Jh.), mhd. vlederen, vledern ‘flattern’ (s. ↗Fledermaus). Noch im 16. Jh. übertrifft fladern, fladdern an Häufigkeit das seit etwa 1500 auftretende flat(t)ern, das im 17. Jh. im Hd. üblich wird. Das mit unterschiedlicher expressiver Ausprägung des Dentals (teilweise unter Analogiewirkung von flittern?) auftretende Verb verbindet sich vielleicht mit lit. plazdė́ti ‘flattern, kräftig mit den Flügeln schlagen, flimmern, flackern’, lett. pledināt ‘(die Flügel) bewegen’ und stellt sich zu einer Dentalerweiterung der unter ↗Falter und ↗voll (s. d.) genannten Wurzel ie. *pel(ə)- ‘gießen, fließen, füllen, schwimmen, fliegen, flattern’. Oder sind flattern und flittern lautmalenden Ursprungs? Flattergeist m. ‘unbeständiger, wetterwendischer Mensch’ (16. Jh.). flatterhaft Adj. ‘unbeständig, leichtfertig’ (17. Jh.). flatterig Adj. (18. Jh.), älter flattericht (16. Jh.) ‘lose, unbeständig, schwankend’.

Thesaurus

Synonymgruppe
flatterhaft · ↗sprunghaft · ↗unbeständig · ↗unstet  ●  ↗flippig  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Wesen Zeitgeist

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›flatterhaft‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es wird flatterhaft, und wir versuchen vergeblich, es wieder einzufangen.
Der Tagesspiegel, 22.11.2004
Die ist in der letzten Zeit auch furchtbar flatterhaft geworden.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 15.04.1941, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Seine platte Nase mit den flatterhaften Nüstern war vorn etwas aufgebogen.
Die Zeit, 11.11.1988, Nr. 46
Weil sich aus einem flatterhaften Sportler einer entwickelt hat, der konstante Leistungen abliefern kann.
Der Spiegel, 16.12.1996
Beinahe zeitgleich stiegen im fransigen, flatterhaften Schatten einer Weide zwei kleinere Forellen auf.
Düffel, John von: Vom Wasser, München: dtv 2006, S. 174
Zitationshilfe
„flatterhaft“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/flatterhaft>, abgerufen am 18.06.2019.

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