farblos

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungfarb-los (computergeneriert)
WortzerlegungFarbe-los
Wortbildung mit ›farblos‹ als Erstglied: ↗Farblosigkeit
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
ohne Farbe, fahl
Beispiele:
ein trüber, farbloser Tag
Der Himmel hing leer und farblos über den abgeernteten Feldern [O. M. GrafUnruhe203]
blass, bleich
Beispiel:
das farblose Gesicht des Kranken, Sterbenden
übertragen ausdruckslos, nichtssagend
Beispiele:
ein farbloses Gesicht, ein farbloser Blick
eine farblose Stimme
er redete, berichtete in farblosen Ausdrücken, mit farblosen Worten
eine farblose Schilderung geben
farbloses Geschwätz
Er war still und zurückhaltend, weniger freilich aus Bescheidenheit, als infolge seines ziemlich farblosen Wesens [JohoWendemarke61]
2.
ungefärbt, ohne färbendes Mittel
Beispiele:
farblose Schuhcreme, farbloser Bohnerwachs, Nagellack
Sprit ist farblos

Thesaurus

Synonymgruppe
...lich · ↗blass · ↗bleich · ↗blässlich · ↗fahl · ↗farbarm · farblos · ↗glanzlos · ↗matt
Assoziationen
Synonymgruppe
blass · ↗dröge · ↗eintönig · ↗fade · farblos · ↗geisttötend · ↗grau · grau in grau · kontrastarm · ↗langatmig · ↗langweilig · ↗monoton · ↗reizlos · ↗schal · ↗schnöde · ↗spannungsarm · ↗stupid · ↗stupide · ↗trist · ↗trostlos · wenig aufregend · ↗öd · ↗öde  ●  ↗fad  ugs. · ↗trocken  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
farblos · s/w · schwarz/weiß
Antonyme
Synonymgruppe
farblos · grau in grau · in Grautönen · ohne Farbe · ↗schwarz-weiß · unbunt · unfarbig
Assoziationen
Synonymgruppe
harmlos · ↗konturlos · lieb und nett (aber...) · nicht besonders in Erscheinung tretend · ohne Ecken und Kanten · ↗unauffällig · ↗unscheinbar · ↗unspektakulär  ●  nette(r) (Junge) von nebenan  variabel · farblos  geh., fig. · nach nichts aussehen(d)  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Um die beiden herum stehen vor einer farblosen Wand drei vermummte Gestalten.
Bild, 30.11.2005
Allerdings sind die Proteste der europäischen Öffentlichkeit bisher auch eher farblos geblieben.
Der Tagesspiegel, 21.10.2001
Während die vorchristliche Welt im Glas vor allem den farbigen Reiz schätzte, entstand mit der Renaissance ein allgemeineres Verlangen nach möglichst durchsichtigem, farblosen Glas.
Popp, Joseph: Zur Einführung. In: Bräuer, Hasso (Hg.) Archiv des deutschen Alltagsdesigns, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1915], S. 260
Da das aber nicht geschah, so schien ihr die Wirklichkeit grau, farblos, langweilig.
Friedländer, Hugo: Die Ermordung des Grafen Komarowski vor dem Schwurgericht zu Venedig. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 809
Der gelbe T. verändert beim Erhitzen seine Farbe, er wird rosafarben bis farblos.
o. A.: Lexikon der Kunst - T. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 45610
Zitationshilfe
„farblos“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/farblos>, abgerufen am 22.05.2019.

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