fanatisieren

GrammatikVerb · fanatisierte, hat fanatisiert
Aussprache
Worttrennungfa-na-ti-sie-ren
HerkunftLatein
Wortzerlegungfanatisch-isieren
eWDG, 1967

Bedeutung

jmdn. fanatisch machen, in jmdm. Fanatismus erwecken
Beispiel:
Dinge, die im Theater zu fanatisieren vermögen [Th. Mann11,36]
oft im Part. Prät.
Beispiele:
fanatisierte Zuschauer
eine fanatisierte Versammlung
fanatisierte Volksmassen, Truppen
Der Studiosus, offensichtlich von Hitler vollkommen fanatisiert [BrugschArzt275]
der fanatisierte Pöbel [Feuchtw.Söhne376]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dieser habe Millionen junger deutscher Männer mit allen Mitteln fanatisiert und in den Tod geschickt.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1946]
Kapitulieren werden sie kaum, sie sind hochgradig fanatisiert und dank ihrer Verbindungen zur islamischen Welt gut ausgestattet.
Süddeutsche Zeitung, 14.01.2000
Und alles ist ungleich stärker politisiert, aktualisiert und fanatisiert als bei Chamberlain.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1942. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1942], S. 120
Dies geschah gegen das Verbot des Erzbischofs Corrigan und wirkte fanatisierend.
o. A.: Die Kirche in der Gegenwart. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1971], S. 17023
Gehetzt und gepeitscht, fanatisiert und mit tierhaftem Freiheitsdrang will Stauffer ihn auf das Abenteuer loslassen.
Bauer, Josef Martin: So weit die Füße tragen, Frankfurt a.M: Fischer 1960 [1955], S. 146
Zitationshilfe
„fanatisieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/fanatisieren>, abgerufen am 19.05.2019.

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