famos

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungfa-mos (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›famos‹ als Erstglied: ↗Famosschrift
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich patent, prächtig, großartig
Beispiele:
ein famoser Kerl, Junge
das ist ein ganz famoses Mädel
du bist famos
ein famoser Einfall, Spaß
eine famose Idee
das ist famos!
er hat das famos hingekriegt
sich famos unterhalten, amüsieren
Behrens ... ein famoses Huhn nebenbei, alter Korpsstudent [Th. MannZauberb.2,16]
spöttisch Ich glaube ... daß diese famosen Führer die Kandare zu spüren bekommen [Feuchtw.Oppermann259]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

famos Adj. ‘ausgezeichnet, großartig’, im 16. Jh. aus lat. fāmōsus ‘viel (gut oder schlecht) besprochen, berüchtigt’, Ableitung von lat. fāma ‘Gerede, öffentliche Meinung, Leumund’ (s. ↗Fama, ↗infam), entlehnt und anfangs in der Fügung famoß libell, famos buͤchel ‘Schmähschrift’, in der Rechtssprache mit der Bedeutung ‘berüchtigt’ bezeugt. Unter dem Einfluß von frz. fameux ‘angesehen, berühmt’ verbreitet sich im Dt. in der 2. Hälfte des 18. Jhs. die Schreibung famös sowie die positive Bedeutung ‘wohl beleumdet, berühmt’. Auch in der Studentensprache wird (seit etwa 1830) unter Rückgriff auf das Lat. (‘wohl besprochen, berühmt’) famos im Sinne von ‘ausgezeichnet, großartig’ (von Personen und Sachen) üblich.

Thesaurus

Synonymgruppe
brillant · ein Gedicht (emphatisch) · famos · ↗genial · ↗glänzend · ↗herrlich · ↗prächtig · ↗splendid · ↗wunderbar · ↗wundervoll  ●  dass es eine (rechte) Freude ist  literarisch · (eine) wahre Wonne  ugs. · Ich kann mein Glück noch gar nicht fassen!  ugs., Spruch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akustik Album Antritt Aufholjagd Auftritt Comeback Darbietung Duo Einfall Ensemble Fernschuss Idee Kerl Leistung Parade Reflex Ritt Saisonstart Schlussmann Schlussspurt Solist Torhüter Torwart Trick Zartgemüse aufspielend derart haltend parieren reagierend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›famos‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

An der famosen Band aus sieben Virtuosen kann es nicht gelegen haben.
Die Welt, 13.12.2003
Allerdings steht in dem famosen Patent kein Wort über Aids.
Die Zeit, 23.03.2000, Nr. 13
So kam ich auf die famose Idee, in einer meiner Stammkneipen meinen Zeh im wahrsten Sinne des Wortes abzufeiern.
Maltzan, Maria von: Schlage die Trommel und fürchte dich nicht, Berlin: Ullstein 1998 [1986], S. 249
Er spricht bereits genau das armenische Steinklopfer-Französisch wie der famose Lehrer.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh I, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 198
Hier fehlte mir die Kenntnis, aber die Kunstleistung als solche war famos.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1925. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1925], S. 155
Zitationshilfe
„famos“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/famos>, abgerufen am 25.04.2019.

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