ewiglich

GrammatikAdverb
Aussprache
Worttrennungewig-lich (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutung

ewig
Beispiel:
biblisch Gottes Güte, Liebe währet ewiglich
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ewig · Ewigkeit · ewiglich
ewig Adj. ‘kein Ende habend, endlos dauernd, unvergänglich’, ahd. ēwīg (8. Jh.), mhd. ēwic, asächs. ēwig, mnd. mnl. ēwich, nl. eeuwig, afries. ewch, ewig, iowich. Das nur im Kontinentalwestgerm. nachzuweisende Adj. ist abgeleitet von einem Subst. germ. *aiwi-, das in ahd. (9. Jh.), asächs. anfrk. ēwa, mhd. mnd. mnl. ēwe ‘Ewigkeit’, heute nur noch in nl. eeuw ‘Jahrhundert, Zeitalter’ erhalten und vielleicht mit dem unter ↗Ehe (s. d.) dargestellten Wort sowie mit aengl. ǣ ‘Leben’ identisch ist. Es läßt sich ebenso wie das Adverb ahd. io, eo, mhd. ie ‘immer’ (s. ↗je), wie got. aiws ‘Zeit, Ewigkeit’, anord. ǣvi ‘Ewigkeit, Lebenszeit’ und die außergerm. Entsprechungen lat. aevum, griech. aiṓn (αἰών) ‘Zeit, Lebenszeit, Ewigkeit’, aind. ā́yuḥ ‘Lebenskraft’ an die Wurzel ie. *aiu̯-, *ai̯u- ‘Lebenskraft’ anschließen. Im Dt. wird ewig schon bei Notker, häufiger jedoch erst vom 18. Jh. an auch außerhalb des christlichen Bereichs verwendet. Ewigkeit f. ‘unendliche Dauer, Unvergänglichkeit’, im christlichen Sprachgebrauch auch ‘ewiges Leben nach dem Tode’, ahd. ēwī̌gheit (um 1000, jüngere Bildung neben ahd. ēwa, s. oben), mhd. ēwic-, ēwecheit, frühnhd. ewigheit, ewikeit, ewigkeit, nl. eeuwigheid. ewiglich Adv. ‘ewig, in Ewigkeit’, im jüngeren Nhd. nur noch bei bewußter Anlehnung an die Sprache der Bibel üblich, ahd. ēwī̌glīhho, ēwī̌glīhhūn (um 1000), mhd. ēwic-, ēweclīche, frühnhd. ewiglich(en); daneben auch mhd. ēwic-, ēweclich, frühnhd. ewiglich (bis ins 18. Jh.) mit adjektivischer Funktion.

Thesaurus

Synonymgruppe
dauerhaft · ewig · für immer · ↗immer während · ↗perpetuell · perpetuierlich · ↗unaufhörlich · ↗unendlich  ●  ewiglich  veraltet · auf ewig  geh. · in Ewigkeit  geh. · in alle Ewigkeit  geh.
Assoziationen
  • kein Ende abzusehen · kein Ende in Sicht  ●  (eine) unendliche Geschichte  ugs. · kein Land in Sicht  ugs., fig.

Typische Verbindungen
computergeneriert

währen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ewiglich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Herr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich, ich will dich preisen ewiglich!
Die Zeit, 13.12.2010, Nr. 50
Und erinnert ewiglich daran, dass noch dies und das verbesserungsfähig ist im Leben.
Süddeutsche Zeitung, 27.11.1999
Das kleine Porzellanpüppchen, welches sich nicht die Haare kämmen und über die Haut streichen lassen will, genügt ihr scheinbar ewiglich als Pose.
Die Welt, 17.07.2003
Wird denn der Herr ewiglich verstoßen und keine Gnade mehr erzeigen?
Reger, Erik [d.i. Dannenberger, Hermann]: Union der festen Hand, Kronberg/Ts.: Scriptor 1976 [1931], S. 163
Dort werden sie am Tag der ewiglichen Gerechtigkeit geblendet oder gehäutet oder von Hunden zerfleischt.
Die Zeit, 03.06.1994, Nr. 23
Zitationshilfe
„ewiglich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/ewiglich>, abgerufen am 17.10.2019.

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