ersprießlich

GrammatikAdjektiv
Worttrennunger-sprieß-lich
Wortbildung mit ›ersprießlich‹ als Erstglied: ↗Ersprießlichkeit
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben gedeihlich, fruchtbar
Beispiele:
etw. ist für jmdn. ersprießlich
eine ersprießliche Unterhaltung
ersprießliche Gedanken haben
sich zu einer ersprießlichen Zusammenarbeit, Tätigkeit zusammentun
das ist ja wenig ersprießlich!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

sprießen1 · ersprießlich
sprießen1 Vb. ‘hervorwachsen’, mhd. sprizen, ablautend (md.) sprūzen, asächs. ūtsprūtan (9. Jh.), mnd. mnl. sprūten, nl. spruiten, afries. sprūa, aengl. -sprūtan, engl. to sprout, schwed. spruta ‘spritzen’ (germ. *spreutan, *sprūtan) ist verwandt mit den unter ↗spreizen, ↗Spreu, ↗Sprosse und ↗sprühen genannten Wortformen (s. d.) und stellt sich mit got. sprautō ‘schnell, bald’, kymr. ffrwst (aus *sprudto-) ‘Hast’, lit. spráusti, spriáusti ‘(hinein)zwängen, (ein)klemmen’ zu einer Dentalerweiterung ie. *spreud- ‘spritzen, schnell hervorwachsen, sprießen’ der unter ↗sprühen (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *(s)p(h)er-, erweitert *sprei-, *spreu- ‘streuen, säen, sprengen, spritzen, sprühen’, zu der als weitere Verwandte griech. spé͞irein (σπείρειν) ‘säen, besäen’, auch ‘ausstreuen, aussprengen, verbreiten’, mir. sreb ‘Strom’ gehören. ersprießlich Adj. ‘nutzbringend, vorteilhaft’ (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
angenehm · ↗erbaulich · ↗erfreulich · ↗ergötzlich · ↗erhebend · ↗glücklich · ↗gut · ↗günstig · ↗herzerfrischend · ↗vorteilhaft · ↗wohltuend  ●  ↗charmant  fig. · ↗gefreut  schweiz. · ↗pläsierlich  veraltet · ↗sympathisch  fig. · ↗erquicklich  geh. · ersprießlich  geh. · herzerquicklich  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
dienlich · ↗fruchtbar · ↗förderlich · ↗gewinnbringend · ↗gut · gute Dienste leisten · ↗günstig · ↗hilfreich · ↗lohnend · ↗nutzbringend · ↗nutzwertig · ↗nützlich · ↗opportun · von Nutzen · von Vorteil · ↗vorteilhaft · ↗wertvoll · ↗zuträglich  ●  ersprießlich  geh. · ↗gedeihlich  geh. · ↗sachdienlich  fachspr., Amtsdeutsch, Jargon
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Kooperation Tätigkeit Wirken Zusammenarbeit Zusammenleben wenig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ersprießlich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es geht um ein ersprießliches Zusammenleben und schließlich um ein Zusammenwachsen, das auf Dauer angelegt ist.
Süddeutsche Zeitung, 13.12.2000
Ich wünsche Ihnen in Ihrer verantwortungsvollen Stellung eine ersprießliche, erfolgreiche Tätigkeit.
o. A.: Amtseinführung des neuen Oberpräsidenten der preußischen Provinz Hannover, Viktor Lutze, 28.03.1933
Wenn doch jede Fusion im wahren Leben so ersprießlich tönen würde.
Die Welt, 22.02.2001
Aber sehr ersprießlich ist so etwas natürlich nicht und wohl nur für den Anfang.
Tucholsky, Kurt: An Mary Gerold-Tucholsky, 11.04.1924. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1924], S. 16019
Garmisch war nicht die schlechteste Zeit gewesen, wahrscheinlich auch ihrer Sache ersprießlich.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 201
Zitationshilfe
„ersprießlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/ersprießlich>, abgerufen am 26.06.2019.

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