erschauen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennunger-schau-en
Grundformschauen
Wortbildung mit ›erschauen‹ als Erstglied: ↗erschaubar
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
landschaftlich jmdn., etw. erblicken
Beispiele:
seitdem er sie [Toni] zum ersten Male auf der Straße erschaut [Th. MannBuddenbrooks1,301]
Wie der den Löwen erschaut, / Brüllt er laut [SchillerHandschuh]
eine Fundgrube von selten erschautem Umfang [HardenKöpfe112]
2.
etw. durch eine innere Schau, Intuition erfassen
Beispiel:
[die Seele, die] sich das Wesenhafte aller Dinge ... erschauen will [C. Hauptm.Einhart1,260]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Wahrheit

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›erschauen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie erschaue nur die bunte Oberfläche der Welt, wirft er ihr vor.
Süddeutsche Zeitung, 04.04.1995
Dieselbe Kraft wäre erforderlich, heute die künftigen Entwicklungen zu erschauen!
Altenberg, Peter: Pròdromos. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1906], S. 6165
Was das geistige Auge schon lange erschaut hatte, war hiermit unmittelbar erwiesen.
Frisch, Karl von: Du und das Leben, Berlin: Verlag d. Druckhauses Tempelhof 1947 [1947], S. 296
Da erschaut er, wie die Dinge gewesen sind, und die Hörer glauben an die Wahrheit seiner Worte.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. III. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 10802
Das Spektrum der Welt erscheint nicht in unserm Glas, alles Wesen von draußen ist mit fremden Augen erschaut, aus fremdem Denken in das eigene herübergeleitet.
Die Zeit, 09.05.1946, Nr. 12
Zitationshilfe
„erschauen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/erschauen>, abgerufen am 23.05.2019.

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