ersättigen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennunger-sät-ti-gen
Grundformsättigen
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben sich (an etw.) nicht ersättigen könnennicht müde werden, etw. (Schönes) zu sehen, zu hören
Beispiele:
an jmds. Schönheit sich nicht ersättigen können
Er blickte sie an und konnte sich nicht ersättigen an ihrem Anblick [Storm3,76]
Und wieder stürzten sie sich in die Arme, als könnten sie sich nicht ersättigen (= ihre Sehnsucht nicht stillen) [Stifter2,85]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Denn der Seinsbegriff der philosophischen Wissenschaft ersättigt sich nicht am Phänomen, sondern erst an der Aufzehrung seiner Geschichte.
Benjamin, Walter: Ursprung des deutschen Trauerspiels. In: Tiedemann, Rolf u. Schweppenhäuser, Hermann (Hgg.) Gesammelte Schriften, Bd. 1,1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1980 [1928], S. 220
Fliege mit mir, Ikarus, durch die Wolken, brüderlich wollen wir in die Zerstörung jauchzen, wenn unser Verlangen nach Genuss nur ersättigt wird!
Süddeutsche Zeitung, 08.03.2001
Zitationshilfe
„ersättigen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/ersättigen>, abgerufen am 26.08.2019.

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