erlisten

GrammatikVerb · erlistete, hat erlistet
Worttrennunger-lis-ten (computergeneriert)
GrundformList
Wortbildung mit ›erlisten‹ als Erstglied: ↗Erlistung
eWDG, 1967

Bedeutung

etw. durch List erreichen, erlangen
Beispiele:
(sich) [Dativ] eine Erlaubnis, einen Vorteil erlisten
er hatte sich hart mühen müssen, Reis und Brot und Käse für die nächste Mahlzeit zu erlisten [Feuchtw.Goya500]
Niemals wird Gesinnung durch Einrichtungen erlistet [RathenauKommende Dinge15]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Mann muss hinaus ins feindliche Leben, muss wirken und streben und pflanzen und schaffen, erlisten, erraffen.
Die Zeit, 08.10.2001, Nr. 41
Er gab mir einen Brief an des Mädchens Mutter, daß ich die Adresse der Tochter erlisten könnte.
Bergg, Franz: Ein Proletarierleben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 8810
Ein Erzpreuße erlistet sich seinen Zutritt zur guten preußischen Ordnung.
Die Zeit, 14.06.1951, Nr. 24
Eltern, Lehrer und Schüler begnügen sich damit, innerhalb der bestehenden Schulordnung für sich kleine Vorteile zu erschleichen, zu erlisten oder zu erarbeiten.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 529
Sie erlisteten für den Pfändungsbeamten hundert Ausflüchte, kamen mit Verwünschungen, Tränen, Beschwörungen.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 320
Zitationshilfe
„erlisten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/erlisten>, abgerufen am 22.07.2019.

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