epigonenhaft

GrammatikAdjektiv
Worttrennungepi-go-nen-haft
HerkunftGriechisch
WortzerlegungEpigone-haft
eWDG, 1967

Bedeutung

unschöpferisch, nachahmend
Beispiel:
ein epigonenhaftes Zeitalter

Thesaurus

Synonymgruppe
epigonal · epigonenhaft · nachahmend · nicht eigenständig · nicht kreativ · ↗unschöpferisch  ●  ↗eklektisch  geh. · in der Manier von  geh. · schon dagewesen  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Insgesamt hat die bildende Kunst in Polen epigonenhafte Züge, und auch in der jüngsten, dynamischen Entwicklung sind oft die westlichen Vorbilder deutlich erkennbar.
Die Zeit, 10.06.1960, Nr. 24
Seine ernste Musik erreichte nicht die gleiche Popularität und wurde oft als altmodisch und epigonenhaft kritisiert.
Arnold, Denis: Collins. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1973], S. 18867
Nicht nur die eigene Handschrift wird neutralisiert, es gibt auch keine epigonenhafte Handschrift mehr.
Der Tagesspiegel, 28.02.2000
Das wird insbesondere an den epigonenhaften Gestalten des Idealismus sichtbar, etwa an der neukantianischen Kritik der Philosophie des Lebens und der Existenzphilosophie.
Gadamer, Hans-Georg: Wahrheit und Methode, Tübingen: Mohr 1960, S. 318
Aber nicht solche respektablen, abseitsstehenden, im Grunde epigonenhaften Hüter der idealistischen Tradition erhalten in unseren Sturmzeiten der deutschen Sprache und dem deutschen Denken das Leben.
Die Zeit, 18.12.1947, Nr. 51
Zitationshilfe
„epigonenhaft“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/epigonenhaft>, abgerufen am 15.10.2019.

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