entwürdigen

GrammatikVerb
Worttrennungent-wür-di-gen
Grundformwürdigen
Wortbildung mit ›entwürdigen‹ als Erstglied: ↗Entwürdigung
eWDG, 1967

Bedeutung

jmdn. der Würde berauben, erniedrigen
Beispiele:
einen Menschen, die menschliche Natur misshandeln und entwürdigen
den Menschen zu einer Maschine entwürdigen
oft im Part. Präs.
Beispiele:
jmdn. aus einer entwürdigenden Stellung befreien
ein entwürdigender Zustand
es waren Vorkommnisse von einer entwürdigenden Art
dessentwegen der Botschafter ... einen recht entwürdigenden Entschuldigungsbesuch machen mußte [PutlitzUnterwegs149]
sich entwürdigen
Beispiel:
sie bleibt Mutter, wenn sie auch als Landesfürstin sich entwürdigt hat [AlexisBredowII 3,286]

Thesaurus

Synonymgruppe
beschämen · ↗demütigen · ↗entehren · entwürdigen · ↗erniedrigen · ↗niedermachen
Oberbegriffe
Synonymgruppe
abkanzeln · ↗ausschimpfen · ↗beleidigen · ↗entwerten · entwürdigen · ↗herabsetzen · ↗herabwürdigen · ↗niedermachen  ●  ↗abqualifizieren  ugs. · absauen  derb · ↗anmachen  ugs. · ↗anmotzen  ugs. · anpampen  ugs. · ↗anpöbeln  ugs. · ↗diffamieren  geh. · ↗heruntermachen  ugs. · ↗herunterputzen  ugs. · ↗schimpfen  ugs. · zur Sau machen  derb, fig. · zur Schnecke machen  ugs., fig. · ↗zusammenstauchen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

demütigen entwerten erniedrigen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›entwürdigen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Erfahrung vieler Opfer, lesen zu können, was mit ihnen geschehen war, wie man versucht hatte, sie zu entwürdigen.
Der Tagesspiegel, 05.05.2002
Es kann auch entwürdigend sein, wenn andere entscheiden, was gut für dich ist und was dir fehlt.
Süddeutsche Zeitung, 20.10.2000
Übrigens sei der Verkehr mit Weibern mehr oder minder entwürdigend.
Lichtenstein, Alfred: Der Sieger. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1912], S. 35660
Ist eine solche in ihren Zusammenhängen entwürdigte, ihres Rechtes beraubte Welt aber überhaupt noch Natur?
Beenken, Hermann: Das Neunzehnte Jahrhundert in der deutschen Kunst, München: Bruckmann 1944, S. 167
Der Gedanke der tierischen Abstammung des Menschen ist durchaus nicht entwürdigend.
Lucanus, Friedrich von: Im Zauber des Tierlebens, Berlin: Wegweiser-Verl. 1926 [1926], S. 267
Zitationshilfe
„entwürdigen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/entwürdigen>, abgerufen am 20.04.2019.

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