emphatisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungem-pha-tisch
HerkunftGriechisch
eWDG, 1967

Bedeutung

nachdrücklich, eindringlich
Beispiele:
ein emphatischer Ausruf
die emphatische Verwendung eines Wortes
etw. emphatisch sagen, ausrufen, betonen
Hundertmal aber hat Holstein emphatisch beteuert, er habe nie Bismarcks Rücktritt gewünscht [HardenKöpfe101]
Forster und Sohn, die sich ... bei jeder Nennung ihrer Namen mit dem Hut in der Rechten und mit der Linken auf dem Herzen emphatisch verneigt hatten [I. SeidelLabyrinth70]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Emphase · emphatisch
Emphase f. ‘(affektvoller, übertriebener) Nachdruck (beim Reden), Eindringlichkeit’, um 1700 wohl unter Einfluß von gleichbed. frz. emphase entlehnt aus lat. emphasis, griech. émphasis (ἔμφασις) ‘Darstellung, Bezeichnung einer Sache, Kraft des Ausdrucks, der mehr andeutet und ahnen läßt, als er ausspricht’; zu griech. emphá͞inein (ἐμφαίνειν) ‘aufzeigen, in etw. sichtbar machen, erkennen lassen, andeuten’. In griech.-lat. Form begegnet Emphasis bereits vom 16. Jh. an in dt. Texten; der Einfluß frz. Aussprache ist nachweisbar in der Schreibung amphase (Elisabeth Ch. v. Orleans, 1706). emphatisch Adj. ‘mit Nachdruck’ (17. Jh.), nach gleichbed. frz. emphatique, spätlat. emphaticus, griech. emphatikós (ἐμφατικός).

Thesaurus

Synonymgruppe
ausdrücklich · ↗bestimmt · ↗betont · ↗deutlich · ↗dringlich · ↗eindeutig · emphatisch · ↗energisch · ↗entschieden · ↗explizit · ↗forsch · in aller Deutlichkeit · ↗kategorisch · ↗klar · klar und deutlich · klar und unmissverständlich · mit (großer) Bestimmtheit · mit Nachdruck · ↗nachdrücklich · ↗unmissverständlich · zugespitzt  ●  akzentuiert  geh. · ↗angelegentlich  geh. · ↗prononciert  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anrufung Applaus Ausruf Begriff Begrüßung Bejahung Bekenntnis Beschwörung Betonung Geste Hinwendung Identifikation Ja Jubel Kunstbegriff Lob Pathos Plädoyer Rezension Sinn Wahrheitsbegriff ausrufen begrüßt bejahen beschworen beschwören gefeiert geradezu verstanden vorgetragen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›emphatisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dem deutschen Verleger war dieser Titel offenbar nicht emphatisch genug.
Die Welt, 13.05.2000
Damals galt der Rand als der emphatische Ort, von dem alles Gute zu erwarten war.
Die Zeit, 09.09.1999, Nr. 37
Und eben hier, durch den Gegensatz des Lebens zum Tode, wird die Selbstbejahung des Seins emphatisch.
Jonas, Hans: Das Prinzip der Verantwortung, Frankfurt a. M.: Insel-Verl. 1979, S. 149
Vor diesem Hintergrund bekommt auch die oft emphatisch betonte Unergründlichkeit des Lebens ihren bestimmteren Sinn.
Bollnow, O. F.: Lebensphilosophie. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 23377
Die Strophe hat zumeist einheitlichen Charakter, ihr emphatischer Stil bedient sich ausgiebig der Anakoluthen und Ellipsen.
Petech, Luciano: Indien bis zur Mitte des 6. Jahrhunderts. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 22019
Zitationshilfe
„emphatisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/emphatisch>, abgerufen am 22.10.2019.

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