einstampfen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungein-stamp-fen (computergeneriert)
Wortzerlegungein-stampfen
Wortbildung mit ›einstampfen‹ als Erstglied: ↗Einstampfung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Beispiele:
Kraut einstampfen (= durch Stampfen fest in ein Faß eindrücken)
eingestampfter Sauerkohl
2.
Beispiele:
Altpapier einstampfen (= durch Stampfen zu Ballen zusammenpressen)
Fehldrucke, alte Zeitungen, wertlose Schriften einstampfen
etw. wird als Altpapier eingestampft
der Rest der Auflage wurde beschlagnahmt und eingestampft

Thesaurus

Synonymgruppe
einstampfen · ↗entfleischen · ↗zerdrücken · ↗zermalmen  ●  ↗zermatschen  ugs.
Synonymgruppe
(einer Sache) ein Ende machen · (sich) abwenden von · (sich) verabschieden von · ablassen von · ad acta legen · ↗aufgeben · ↗beenden · ↗fallen lassen · ↗fallenlassen · hinter sich lassen · ↗sausen lassen · ↗stoppen · ↗vergessen  ●  (einen) Schlussstrich ziehen  fig. · Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.  sprichwörtlich · ↗beerdigen  fig. · (davon) Abschied nehmen  ugs. · an den Nagel hängen  ugs., fig. · den Rücken kehren  ugs., fig. · einstampfen  ugs., fig. · sterben lassen  ugs., fig. · zu Grabe tragen  ugs., fig. · über Bord werfen  ugs., fig.
Assoziationen
Synonymgruppe
einstampfen (Druckerzeugnisse)  ●  ↗makulieren  fachspr.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auflage Ausgabe Broschüre Buch Entwurf Exemplar Plakat Plan Projekt Verlag drucken gleich stampfen verbieten verbrennen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›einstampfen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das mußte ich dann einstampfen, weil niemand es haben wollte.
Die Zeit, 20.03.1987, Nr. 13
Trotzdem bedeuten sie noch lange nicht, dass man alle anderen Systeme jetzt einstampfen kann.
C't, 2000, Nr. 17
Sie brauchen sich bloß da oben im Retortenpalast einstampfen zu lassen.
Scheerbart, Paul: Immer mutig! In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1902], S. 10394
Man hat brav geschuftet, statt die Säue totzuschlagen und einzustampfen, die Sauhunde, die schnellschwatzenden Herren Vielverdiener.
Späth, Gerold: Commedia, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1980 [1980], S. 1
Morgen sollte laut Edikt damit begonnen werden, sämtliche Friedhöfe der Hauptstadt einzustampfen.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 212
Zitationshilfe
„einstampfen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/einstampfen>, abgerufen am 19.10.2019.

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