eingraben

GrammatikVerb · gräbt ein, grub ein, hat eingegraben
Aussprache
Worttrennungein-gra-ben (computergeneriert)
Wortzerlegungein-graben
Wortbildung mit ›eingraben‹ als Erstglied: ↗Eingrabung
eWDG, 1967

Bedeutung

etw., jmdn., sich in etw. hineingraben
Beispiele:
einen Strauch, die Pflanze (tief) ins Erdreich eingraben
der Wäschepfahl wurde einen halben Meter eingegraben
das tote Tier musste sofort eingegraben werden
die Frösche graben sich in den Schlamm ein
die Soldaten hatten sich vor dem Waldstück eingegraben (= verschanzt)
abwertend Der Offizier rief: »Grabt die beiden ein [Becher1,321]
bildlich
Beispiele:
der Fluss hat sich in die Sandsteinschichten eingegraben
die Räder gruben sich tief in den sandigen Weg ein
die Skifahrer gruben ihre Spuren in den Schnee ein
Buchstaben in einen Grabstein eingraben
da sie ihre Nägel wieder in Ulrichs Arm eingrub [MusilMann1179]
Die eingegrabnen Worte liest er: / »Batavia. Fünfhundertzehn.« [Droste-Hülsh.394]
übertragen etw. einprägen
Beispiele:
das Ereignis ist für immer in meinem Gedächtnis eingegraben
dieser Ausspruch hat sich mir tief ins Gedächtnis eingegraben
um den Mund hatte sich ein Ausdruck von Verdruß und Widerwillen eingegraben [R. BartschGeliebt93]

Thesaurus

Synonymgruppe
einbuddeln · eingraben · ↗verbuddeln · ↗vergraben · ↗verscharren
Botanik
Synonymgruppe
einpflanzen · ↗einsetzen · ↗pflanzen · ↗setzen  ●  eingraben  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) eingraben  ●  (eine) Schanze anlegen  variabel · ↗(sich) einigeln  auch figurativ · ↗(sich) verschanzen  auch figurativ · ↗schanzen  fachspr., veraltend, militärisch

Typische Verbindungen
computergeneriert

Antlitz Bewußtsein Erdboden Erde Erdreich Erinnerung Falte Fluß Furche Gedächtnis Gesicht Gesichtszug Hirn Höhle Hüfte Mundwinkel Psyche Sand Schlamm Schützengraben Seele Spur Tief Trauma Unterbewußtsein Untergrund ausgraben förmlich graben tief

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›eingraben‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In der schwulen Szene hat sich der Tod seit Aids tief ins kollektive Bewusstsein eingegraben.
Der Tagesspiegel, 04.03.2001
Sie sind schnell eingegraben, aber es dauert etwa hundert mal länger, sie unschädlich zu machen.
Süddeutsche Zeitung, 03.07.1997
Auf den steinernen Tisch, in den die Gesetze eingegraben sind, habe ich das Zeichen »Im Namen des Gottes« eingraben lassen.
Klabund: Der Kreidekreis. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1925], S. 15006
Was man zuerst erlernt, gräbt sich immer am tiefsten ein.
Schulze, Hermann: Frohes Schaffen und Lernen mit Schulanfängern, Langensalza u. a.: Beltz 1939 [1931], S. 17
Das leiseste Geräusch, das von außen in seine unterirdischen Gänge dringt, nimmt er sofort wahr und veranlaßt ihn, sich tiefer einzugraben.
Lucanus, Friedrich von: Im Zauber des Tierlebens, Berlin: Wegweiser-Verl. 1926 [1926], S. 165
Zitationshilfe
„eingraben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/eingraben>, abgerufen am 21.10.2019.

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