zurechtsetzen v.
Fundstelle: Lfg. 5 (1931), Bd. XVI (1954), Sp. 648, Z. 67
eigentlich: (er) setzte ein wackeliches notenpult unter zorn und fluchen, weil es nicht feststehen wollte, mitten in der stube zurecht Eichendorf s. w. 3, 388; sich in einem lehnstuhl, sessel, wagen z. in ordnung bringen: und wie ich mir eben meine fünf sinne wieder zurecht setze Schiller 2, 118 G. bereit machen: unser vir cl. (Klotz) setzt sich also zurecht, dem Niederländer die natur und den ursprung pindarischer digressionen zu erklären Herder 3, 348 S.; alle gleisznerei freundlichen lächelns und zurechtgesetzter minen H. v. Chézy erz. u. nov. 2, 40; eine ... matrone .., die sich weder ziert noch zurechtsetzt, ihr gespräch mit keiner redensart anhebt H. P. Sturz schr. 1, 63. etwas ins rechte verhältnis bringen: wir müssen sehen, wie wir uns mit dem leben wieder zurechtsetzen Göthe gespr. 3, 210 Biedermann. aufklärend oder erziehlich einwirken: und ich schreibe dieses eigentlich nur, um sie, der sie gewisz schon mir allerlei übles nachgeredet haben, darüber zurecht zu setzen Dahlmann an Gervinus 2, 279. einem den kopf z.: wem der kopff nicht an rechten orth stehet, dem musz man ihn zu recht setzen Lehmann floril. (1662) 1, 464; ich will euch die köpfe zurecht setzen! wofür bin ich kayser? Göthe 39, 79 W.; das werk ist auf alle weise problematisch und wird die köpfe eher verwirren, als zurecht setzen IV 13, 159 W.
Zitationshilfe
„zurechtsetzen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/zurechtsetzen>, abgerufen am 26.08.2019.

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