Fundstelle: Lfg. 4 (1931), Bd. XV (1956), Sp. 565, Z. 46
während des ganzen lebens, solange ich (wir u. s. w.) lebe(n); aus älterem die zeit (meines) lebens (s. zeit II B 2 a γ αα, sp. 535) verkürzte und seit dem ausgang des 17. jahrh.s in einem wort geschriebene bildung, in der zeit, wie der sitz des worttones auf lebens anzeigt, nur noch die rolle einer präposition spielt; erste belege: so soll sie z. von mir wohl nichts wieder erfahren Chr. Reuter Schlamp. 118 ndr.; J. J. Schwabe belust. 1, 321; Gottsched schaub. 2, 38; fälle gesonderter schreibung (Lessing 2, 144 M., Jhering geist d. röm. rechts 3, 1, 267) verschwinden gegenüber dem allgemeinen gebrauch; wie bei zeitlang, nur noch häufiger, da die grammatische construction dazu einlädt, tritt auf hinzu, indem ein fall wie z. unglücklich machen Immermann 2, 139 B. durch die fassung unglücklich auf z. Nestroy ges. w. 5, 107 verdeutlicht wird: allg. d. bibl. 2, 1, 162; Lessing 6, 71 M.; Göthe 17, 87; 22, 336 W., öft.; Schiller 9, 231; 12, 379 G., auch später nicht selten, doch ohne z. auch in dieser besonderen anwendung zu verdrängen, da die bedeutung während von zeit- auch einen künftigen zustand erfassen kann.
Zitationshilfe
„zeitlebens“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/zeitlebens>, abgerufen am 23.09.2019.

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