werktisch m.
Fundstelle: Lfg. 3 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 415, Z. 60
arbeitstisch: wercktisch, als eines schneiders Duez dict. (1664) 670ᵃ; welche ... durch den messing-schneider ... auf einem werck-tisch ... fest gemacht werden Marperger kaufmannsmagaz. (1708) 843; werktisch des zieglers ein gewöhnlicher groszer tisch, auf welchem 2 formen, ein streichholz, ein angefüllter trog mit wasser, worinn beständig das streichholz angefeuchtet lieget Jacobsson technol. wb. (1781) 4, 639 (ebda auch für andere handwerker bezeugt); die glänzende (schuster-) kugel schwebte über dem werktisch des vaters W. Raabe hungerpastor (1864) 1, 153; in feilwerkstätten, wo arbeitstische, werktische, an die fensterwand gestellt werden, (rechnet man) pro arbeiter 1, 20 m. laufend tischlänge Mothes baulex. (1881) 4, 475; er (der schraubstock) wird an den werktisch geschraubt, d. h. an einen einfachen schmalen tisch mit sehr starker platte aus hartem holz, welcher durch eingegipste klammern an der wand der werkstätte zu befestigen ist Magnus-Maurer d. prakt. lehrer (1915) 28. s. auch Beil technol. wb. (1853) 655; Hoyer-Kreuter techn. wb. (1902) 1, 845 und vgl. Mensing schlesw.-holst. 5, 529 sowie Fischer schwäb. 6, 2, 3406. —
Zitationshilfe
„werktisch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/werktisch>, abgerufen am 12.11.2019.

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