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Fundstelle: Lfg. 13 (1916), Bd. XIII (1922), Sp. 2260, Z. 68
1) raum zum waschen (auch als besonderes haus). zuerst bei Krämer 1212ᵃ verzeichnet, aber bei Stieler und in den meisten andern wörterbüchern (auch bei Adelung und Campe) nicht erwähnt, hauptsächlich im süden und westen verbreitet, doch auch im norden nicht unbekannt: die schiedmauren müssen ... also eingerichtet seyn, dasz der erste und unterste stock, darinnen gesindsstuben ..., back- und waschkuchen, völlig ... samt dem vorhause wol ausgewölbet ... sey v. Hohberg Georgica 1, 24; ich klettere als abends aufs dach von der wäschküche Bettine Cl. Brentanos frühlingskranz 242; ihr tuschwasser spritzen sie in die gänge aus, dasz es hier aussieht, wie in einer waschküche Gutzkow 7, 329 (Blasedow 1); nach dem nebengebäude ..., welches früher eine waschküche war Immermann epigonen² 1, 205; es glich derselbe einer kühlen groszen waschküche G. Keller 6, 252; Köpenik ist 'die grosze waschküche der hauptstadt' Rieck epitheta geographica 5. in der sächs. schülersprache 'lehrerzimmer' Müller - Fraureuth 2, 642ᵇ. 2) aufwaschraum neben der küche Mothes baulex.³ 4, 337ᵃ. —
Zitationshilfe
„waschküche“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/waschk%C3%BCche>, abgerufen am 13.11.2019.

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